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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Micky Donnelly

Belfaster Doppel

Roman

Cover: Belfaster Doppel

Edition Nautilus, Hamburg 2007
ISBN-10 3894015500
ISBN-13 9783894015503
Gebunden, 160 Seiten, 13,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Jürgen Schneider. Das Leben von Myles, Teilzeitjournalist und engagiertes Mitglied der Belfaster Trinkerszene, ist eigentlich schon kompliziert genug: Seine Frau hat ihn vor die Tür gesetzt und auf der Suche nach einer neuen Bleibe ist er an einen skrupellosen Miethai geraten, der ihm zwei Schläger auf den Hals hetzt, um die ausstehende Miete einzutreiben. Als er dann in einer Bar auf die sexy Künstlerin Mex trifft, sind Verwirrung und Chaos programmiert, denn Mex arbeitet an einer Fotoserie über Doppelgänger, und einer ihrer Bekannten sieht Myles zum Verwechseln ähnlich.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 10.10.2007

Zu große Ambitionen - zu wenig umgesetzt, lautet Margret Fetzers Urteil nach der Lektüre von Micky Donnellys Erstlingsroman. Protagonist des Buches ist der 39-jährige Belfaster Trinker Myles, der Ärger mit einem Immobilienhai und ein Techtelmechtel mit einer Künstlerin hat. Das Auftauchen eines jüngeren Fastdoppelgängers lässt aus dem Ganzen eine Verwechslungskomödie werden. Zwar lobt die Rezensentin die Kneipenszenen, die für sich genommen eine Hommage an die nordirische Pubkultur seien. Allerdings kreidet sie dem Autor an, dass er zu vieles zugleich wolle und dabei über die Andeutung nicht hinauskomme: Hier ein bisschen Bildungsroman, dort ein wenig politische Geschichte und zu alledem postmoderne Anflüge in der literarischen Umsetzung. Vor allem hinter seinem Anspruch, eine literarische Bearbeitung des Narzissmythos zu bieten, bleibe Donnelly weit zurück. Die Sex- und Trinkszenen des Romans jedoch findet Fetzer allerdings ziemlich gelungen.

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