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zuletzt aktualisiert 20.03.2010, 13.13 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Wilhelm Dilthey

Allgemeine Geschichte der Philosophie: Vorlesungen 1900-1905

Cover: Allgemeine Geschichte der Philosophie: Vorlesungen 1900-1905

Vandenhoeck und Ruprecht Verlag, Göttingen 2000
ISBN-10 352530319X
ISBN-13 9783525303191
Gebunden, 418 Seiten, 116,57 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Gabriele Gerhardt und Hans-Ulrich Lessing. Der Band legt erstmals Diltheys große, wirkungsreiche Berliner Vorlesung zur allgemeinen Geschichte der Philosophie vor und macht den damals für die Hörer gedruckten "Biographisch-literarischen Grundriß" erneut zugänglich. Die Edition der Vorlesungen innerhalb der Gesammelten Schriften Wilhelm Diltheys findet mit diesem XXIII. Band ihren Abschluß. Dilthey entwirft die Geschichte der Philosophie aus universalhistorischer Perspektive und behandelt die Geschichte des menschlichen Denkens von den religiös-philosophischen Konzeptionen der "Völker des Ostens" bis zur westeuropäischen Philosophie des späten 19. Jahrhunderts. Dabei verfolgt er nicht rein doxographische Interessen, sondern versteht Philosophiegeschichte auch als Teil der philosophischen Grundlegung.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.10.2000

Über 20 Jahre lang hat Wilhelm Dilthey die gleiche Vorlesung gehalten und immer mehr verfeinert: allgemeine Philosophiegeschichte von der Früh- bis zur Jetztzeit, die er, und das war damals neu, betont Jörg Döring, jeweils kulturgeschichtlich verankern wollte. Ein hehrer Anspruch, den er nach Döring nicht einhalten konnte. Es mangelte Dilthey, trotz fünf Vorlesungsstunden pro Woche, schlicht an Zeit, das gewaltige Spektrum abzuhandeln, behauptet der Rezensent; eine Gewalttour durch die Welt- und Geistesgeschichte, bei der Dilthey doch alles nur streifen konnte, im übrigen habe er es nie bis zur Gegenwart geschafft. Heutzutage stünden ja solcherlei Unternehmungen eher in Verruf, meint Döring und lobt dennoch das editorische Unternehmen: zum einen werde uns damit schlicht ein Stück Berliner Universitätsgeschichte präsent, zum anderen rücke es auch den Verfasser ins rechte Licht, dem lange das Urteil anhing, solche Begriffe wie "Erlebnis" oder "Einfühlung" hermeneutisch "mitverschuldet" zu haben. Döring zeigt sich beeindruckt: Dilthey war moderner, als man gemeinhin geglaubt hat.

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