Aus dem Amerikanischen von Barbara Thimm. Die Gedichte Mary Jo Bangs sind gekennzeichnet durch den verspielten Umgang mit hochkomplexen Fragen über Wahrnehmung, Perspektive einerseits und die Frage nach der Beschaffenheit von Medien und deren Spiegelungen im menschlichen Geist andererseits.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.11.2011
Der zeitgenössischen Vergegenwärtigung poetischer Traditionslinien geht Tobias Döring nach, indem er die zweisprachige Auswahl mit Gedichten der amerikanischen Lyrikerin Mary Jo Bang zur Hand nimmt. Nicht alles an diesem Band überzeugt ihn. Einige Texte von 2004 etwa fallen ihm zu plakativ und beliebig aus. Dagegen scheint ihm Bangs Auseinandersetzung mit Tod und Sterben in der Form der Elegie, so in der im Gedicht beschriebenen bewussten Abwendung von Poes "Raven", eindrucksvoll. Der Aufmachung der Lyrik-Reihe, in der dieser Band erscheint, gilt übrigens ausdrücklich Dörings Lob.
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