Aus dem Italienischen von Monika Lustig. 1889: Michele Angelo und Mercede, beide Verstoßene und wie ohne Herkunft, geben sich bei ihrer ersten Begegnung ein stummes Versprechen - das in die Ehe führt. Das neue Geschlecht der Chironis wirkt von paradiesischem Glück verwöhnt; nach den Zwillingen Pietro und Paolo kommen in den darauf folgenden zehn Jahren Gavino, Luigi Ippolito und Marianna zur Welt. Die Versprechen der Moderne erreichen die archaisch verschlummerte Kleinstadt Nuoro, der Schmied Michele Angelo bringt es zu neidvoll bewundertem Wohlstand. Als wäre der so bedingungslosen wie sprachlosen Liebe nicht genug, als stellte die stammbaumlose Herkunft der Chironis aus dem Nichts der sardischen Geschichte die Zukunft in Frage. Schicksalhaft folgt infernalischer Schrecken - eine sardische Tragödie. Eine Familiensaga aus dem Herzen Sardiniens, die einen Bogen von den achtziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges spannt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.10.2011
Glatter Verriss. Rezensentin Christiane Pöhlmann kann an diesem Roman überhaupt nichts finden. Sie findet nichts als Platitüden über die Liebe und das Leben, alberne Naturbeschreibungen und Desinteresse des Autors an der durchaus spannenden Geschichte Sardiniens. Und die eigentliche Handlung der Familiensaga liest sich wie eine Aufzählung von Ereignissen, ärgert sie sich. Kurz: "Nichts als Schwulst und Raunen."
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