Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Sechzig Jahre lang blieb der Vater ein Unbekannter. Auf der Suche nach seiner Lebens geschichte ist die Tochter und Autorin dieses Buches auf die Biografie eines Journalisten im Dritten Reich gestoßen, eines Schreibtischtäters und Mitschuldigen - und eines Vaters, dessen Bild fremd bleibt, bruchstückhaft und widersprüchlich.
Anhand von gründlichen Archivrecherchen und aus großer kritischer Distanz liefert Eva Züchner nicht nur das eindringliche Porträt ihres Vaters, eines Journalisten, der zum Handlanger der Mächtigen wurde, sondern auch eine bisher unbekannte Innenansicht der Mediengeschichte im Nationalsozialismus.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Eva Züchner: Der verschwundene Journalist - Leseprobe beim Berlin Verlag
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.08.2010
Eva Züchners Vater-Biografie "Der Verschwundene Journalist" ähnelt in den Augen von Cord Aschenbrenner - zumindest erzählerisch - sehr dem 2004 erschienenen Buch "Meines Vaters Land" von Wibke Bruhns, was er aber nicht nur als Kompliment verstanden wissen will, denn nicht immer halte Züchner dem Vergleich stand. Die Geschichten sind dabei ganz unterschiedlich: Bei Züchner geht es um ihren Vater Gerhart Weise, der als junger Journalist für Joseph Goebbels schrieb, während Bruns das Leben ihres 1944 wegen Hochverrats hingerichteten Vaters erforscht. Züchners Geschichte sei zwar durchaus interessant; doch wenn sie sich schon eine andere Biografie zum Vorbild nehme (was ja durchaus erlaubt sei), dann müsse man die beiden sich auch messen lassen. Und Bruns ist einfach die bessere Geschichtenerzählerin, findet der Rezensent und bedauert gleichzeitig, dass die persönlichen Mutmaßungen Züchners dem Text einen arg "tagebuchartigen, mädchenhaften Einschlag" geben.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 31.07.2010
Eva Züchners Buch über den Journalisten Gerhart Weise hat Christian Semler sichtlich beeindruckt. Er hebt die Ehrlichkeit und Rückhaltlosigkeit hervor, mit der die Autorin, Tochter von Weise, die Biografie ihres Vaters erforscht hat, der in Goebbels' Propagandaministerium "Schriftleiter" für Zeitungen und Zensor in dessen Ministerium war. Dank gründlicher Recherchen liefert das Buch in Semlers Augen auch eine "dichte Schilderung" der Verhältnisse in den Redaktionen, in denen Weise tätig war, sowie im Apparat des Propagandaministerium, wo er im Büro Hans Schwarz van Berk an Desinformationskampagnen arbeitete.
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Uangenehm plausibel
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








