Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Bernard Stiegler

Von der Biopolitik zur Psychomacht

Logik der Sorge 1.2

Cover: Von der Biopolitik zur Psychomacht

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2009
ISBN-10 3518125753
ISBN-13 9783518125755
Taschenbuch, 203 Seiten, 15,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Französischen von Susanne Baghestani. In "Die Logik der Sorge" beschrieb Bernard Stiegler den epochalen Wandel des Erziehungssystems: Werte und Wissen werden nicht länger von einer Generation zur nächsten, sondern von den Medien vermittelt. Diese bringen jedoch keine mündigen Bürger hervor, sondern Konsumenten, die die Fähigkeit verlieren, Verantwortung zu übernehmen. Der Diagnose folgt nun die Auseinandersetzung mit Foucaults Konzept der Biopolitik. Nur wenn es uns gelingt, so folgert Stiegler, Bildung neu zu denken, wahren wir die Chance, daß die "Programmindustrien" wegen ihrer verheerenden psychischen Folgen eines Tages genauso geächtet werden wie heute z. B. die Tabakkonzerne.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.12.2009

Rezensent Joseph Hanimann schätzt diesen zweiten Band von Bernard Stieglers "Logik der Sorge", auch wenn er einiges kritisch betrachtet. Er rekapituliert Stieglers Auseinandersetzung mit Foucault und seine Kritik an der Kulturindustrie. Diese führt in seinen Augen indes nicht weiter als Adornos Kritik der Kulturindustrie. Anregend findet er Stieglers Überlegungen allerdings dort, wo er seine Diagnose in eine Theorie der Sorge einbindet. Hier wird das Buch für ihn geradezu zu einem "Manifest gegen die Fahrlässigkeit". Allerdings kommt er nicht umhin, Stieglers Projekt über die Logik der Sorge vorzuhalten, es mangle ihm an einem "stringenten Gesamtkonzept". So scheinen ihm ganze Kapitel über Marcuse oder Agamben für die Analyse "unerheblich". Zudem moniert er eine Tendenz zum "philosophischen Jargon", der die Lektüre erschwert. Umso lobt er die klare und prägnante Übersetzung von Susanne Baghestani.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren