Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
2 CDs, ca. 106 Minuten. Gesprochen von Leslie Malton u. Felix von Manteuffel. Die Überraschung ist perfekt. An seinem 41. Geburtstag bekommt der berühmte Schriftsteller R. einen sonderbaren Brief. Der Absender: eine ihm unbekannte Dame. Sie erzählt ihm darin die Geschichte ihres Lebens, die, wie er mit ungläubigem Staunen feststellen muss, auch seine Geschichte ist. Seit sie ihm als Kind zum ersten Mal begegnet war, verliebte sie sich mehr und mehr in den Schwarm aller Frauen. Unrettbar. Nach einer gemeinsamen Liebesnacht viele Jahre später bringt sie seinen Sohn zur Welt, von dessen Existenz R. nichts ahnt. Als sie sich, wiederum Jahre später, erneut begegnen, erkennt er sie nicht. Für ihn ist sie, die nur für diese Liebe lebt, nichts als ein namenloses Abenteuer. Erst der frühe Tod des Sohnes enthüllt ihr die Sinnlosigkeit ihrer Leidenschaft. Stefan Zweig, ein Leben lang fasziniert von den unbändigen Naturen, zeichnet in seiner 1922 erschienenen Novelle meisterlich das bewegende Psychogramm einer heillosen Passion.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.11.2009
Stefan Zweigs "Brief einer Unbekannten", eine kurze Erzählung aus dem Jahr 1922, ist die Geschichte einer Stalkerin avant la lettre. Eine Frau verliebt sich in einen Schriftsteller, der im selben Haus wohnt; zwar nimmt er sie wahr, zwar kommt es zu zwei Liebesnächten (mit Folgen), aber dann vergisst er sie wieder. Sie ihn jedoch nicht. Obsessiv bleibt sie auf ihn fixiert, was er aber nach ihrem Tod erst aus einem an ihn adressierten Brief erfährt. Diesen Brief, der den größten Teil der Erzählung ausmacht, liest Leslie Malton in diesem Hörbuch ein, und zwar, wie die faszinierte Rezensentin Sandra Kegel betont, "fesselnd" und mit "großer Meisterschaft", mit der sie die psychologische Subtilität dieser Erzählung ins andere Medium zu übertragen verstehe.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








