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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Mark Leonard

Was denkt China?

Cover: Was denkt China?

dtv, München 2009
ISBN-10 342324738X
ISBN-13 9783423247382
Taschenbuch, 196 Seiten, 14,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Helmut Dierlamm. Dass China schon längst zur Gruppe der Weltmächte gehört, ist bekannt. Kaum bekannt ist, wie die Entscheidungsträger und Intellektuellen in China selbst über die Zukunft ihres Landes denken. Mark Leonard hat sich intensiv mit dieser Frage befasst. Während der Westen noch darüber nachdenkt, wie man auf den Aufstieg Chinas Einfluss nimmt, machen sich chinesische Intellektuelle Gedanken darüber, wie China mit dem Abstieg des Westens umgehen soll. Während aus Deutschland noch Entwicklungshilfe nach China fließt, stellen zahlreiche Entwicklungsländer fest, dass China längst eine Alternative zur Anpassung an den Westen ist. In China finden Weichenstellungen statt, die sich auf die Weltordnung insgesamt und auf unsere Konzepte von Politik und Macht auswirken werden. Welche Ideen werden in China selbst diskutiert? Und inwiefern werden diese Vorstellungen die Welt prägen?

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 14.10.2009

Als sehr instruktiv beschreibt Rezensent Christian Semler diesen Band des britischen Politikwissenschaftler Mark Leonard, der darin die Gespräche protokolliert, die er im Laufe der vergangenen zehn Jahre mit chinesischen Theoretikern geführt hat. Zwar herrscht für Semler Geschmack zu sehr der Typus des in einem Think Tank arbeitenden Politikberaters vor, und manche Einteilung des politischen Systems scheint ihm zu grob geraten zu sein, doch alles in allem kann Semler das Buch zur Erweiterung des Horizonts empfehlen. Laut Leonard, berichtet er, teilt sich das politische System in drei große Lager: die Vertreter des "Gelber-Fluss-Kapitalismus", die sich nicht gänzlich dem Weltmarkt aussetzen wollen, Vertreter einer "deliberativen Demokratie", die die Herrschaft der Partei etwas rationaler gestalten wollen, und schließlich die Befürworter einer "umfassenden nationalen Macht".

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.10.2009

Als eine der "prickelndsten" Neuerscheinungen zu China bezeichnet Rezensentin Edeltraud Rattenhuber dieses Buch des britischen Politologen Mark Leonard, das einen Einblick in die Hauptströme des politischen Denkers in China geben will. Rattenhuber stellt klar, dass es hier um die offziellen Debatten innerhalb der KP geht und niemals das Machtmonopol der Partei in Frage gestellt wird. So plädiere der Pekinger Politikwissenschaftler Pan Wei, der die Demokratie  überschätzt findet, für eine geschmeidig-funktionale Diktatur, die natürlich über die Bedürfnisse der Bevölkerung Bescheid wissen müsse. Die Neue Linke dagegen, vertreten von Wang Hui oder Hu Angang etwas, möchte den Raubtierkapitalismus einhegen und macht sich für Arbeiterrechte und Umweltschutz stark, referiert Rattenhuber, die dem Band "interessante Einblicke" zuschreibt, sich aber weiterer Urteile enthält.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 08.10.2009

Angesichts des wachsenden Interesses an China als Global Player empfiehlt Tilman Spengler vier neue Sachbücher. Der amerikanische Politikberater und Kolumnist Mark Leonard bemüht sich in seinem Buch "Was denkt China" die Grundlinien der chinesischen Politik verständlich zu machen. Und auch wenn sich der Rezensent ein bisschen am großsprecherischen Titel und an Leonards Lust an Superlativen und seiner Selbstinszenierung stört, findet er durchaus Lobenswertes in dem Buch. So würdigt Spengler, dass der Autor so manchen "Entscheidungsprozess" der chinesischen Politik der jüngeren Vergangenheit verständlicher gemacht hat und zudem sehr genau die Veränderungen benennt, die auch Auswirkung auf die internationale Politik hat.

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Archiv: Bücherschauen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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