Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Robin Detje und Juliane Gräbener-Müller. Guatemala, spätes 19. Jahrhundert. Die Novizin Maria bangt um ihre beste Freundin: Ein mächtiger General hat sich in die schöne Paquita verliebt. Er lässt alle Klöster schließen und zwingt die junge Frau zur Ehe. Maria muss sich allein durchschlagen und trifft auf den kubanischen Freiheitskämpfer und Poeten Jose Marti. Ihm folgt sie durch die Ballsäle und Kaffeeplantagen des Landes. Doch Maria hat einen Plan zusammen mit Paquita will sie das Land verlassen. Ihr Ziel: New York.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.07.2009
Ein Wunder, dass der Rezensent das ausgehalten hat. Und auch noch darüber zu berichten weiß. Derart komplex scheint die Handlung von Francisco Goldmanns dickem Roman zu sein, dass die Rezension schon zweimal lesen muss, wer eine Ahnung von dem "satirischen Märchen" bekommen möchte aus einem Land, das Guatemala verdammt ähnlich sieht, wie Florian Borchmeyer behauptet. Die Vergangenheit dieses höchst unwahrscheinlichen Landes und seines erotomanischen Rebellenführers rekonstruiert der Autor minutiös im Stil des historischen Romans des 19. Jahrhunderts - doch mit Fallstricken, erklärt Borchmeyer. So viele sind es, dass der Rezensent bald Fiktion und Dokumentation nicht mehr unterscheidet. Die kühne "Sabotage" des Autors, sein "Verfremdungsgewitter" lässt Borchmeyer beinahe kapitulieren. Wäre da nicht die pikareske und zugleich quichoteske Figur eines Halbyankees, eine "Art ironisches Alter Ego" Goldmanns und laut Rezensent die heimliche Hauptfigur des Romans, weil ausgestattet mit den Insignien eines "unsterblichen Romanhelden".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








