Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ulrich Ladurner

Solferino

Kleine Geschichte eines großen Schauplatzes

Cover: Solferino

Residenz Verlag, St. Pölten - Salzburg 2009
ISBN-10 3701731519
ISBN-13 9783701731510
Gebunden, 140 Seiten, 17,90 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Unterwegs an historischem Schauplatz: Die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859 endete mit einer Niederlage der Österreicher unter Kaiser Franz Joseph. Die französischen Truppen Napoleons III., Verbündeter des Königreiches Piemont-Sardinien, machten den Weg frei für die nationale Einigung Italiens. Joseph Roth setzte im "Radetzkymarsch" Solferino ein literarisches Denkmal und Henry Dunants Augenzeugenbericht von der grausamen Schlacht und dem Elend der Verwundeten führte zur Gründung des Internationalen Roten Kreuzes und zur Genfer Konvention. Als er die Tagebuchaufzeichnungen seines Urgroßvaters findet, eines Südtiroler Schusters, den das Los in die Schlacht schickte, macht sich Ulrich Ladurner auf den Weg in eine unbekannte Vergangenheit. In seiner politisch-historischen Reisereportage führt er uns an den Schauplatz in der Lombardei, südlich des Gardasees. Aus seinen Beobachtungen vor Ort, aus Gesprächen und Recherchen rekonstruiert er die Geschichte, wie sie gewesen sein könnte.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.08.2009

Volker Breidecker lobt diesen Essay des Kriegsreporters Ulrich Ladurner über die Schlacht bei Solferino am 24. Juni 1859 für seine Schlichtheit und seine Sanftmut, kann aber ein "leises Unbehagen" nicht ablegen. Denn Ladurner, als Auslandsredakteur für die "Zeit" tätig, schreibe zwar fesselnd von der unglaublich grausamen Schlacht zwischen Österreich-Ungarn auf der einen sowie Sardinien-Piemont und Frankreich auf der anderen Seite, der fast 100.000 Soldaten direkt oder indirekt zum Opfer fielen. Er versetzt sich allerdings derart intensiv in die damaligen Akteure und Schauplätze hinein und schreibt so schön und eindringlich über eine Schlacht, die Augenzeugen als entsetzliches "Gemetzel" überliefert haben, meint der Rezensent, dass ihm das Buch am Ende als unangemessene Romantisierung des Krieges erscheint.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 24.06.2009

Julia Kospach schätzt dieses Buch über die Schlacht von Solferino 1859 von Ulrich Ladurner. Sie sieht darin ein "sehr persönliches" Buch, das sich als "historische Reisereportage" versteht. Wie sie berichtet, begibt sich der Autor, Auslandsredakteur der "Zeit", auf die Spuren seines Urgroßvaters, eines Schusters, der als einfacher Soldat an der blutigen Schlacht teilgenommen und darüber Tagebuch geführt hat. Das Ganze ist in ihren Augen "solide recherchiert", ohne dass es dem Autor darum geht, das "Historisch-Faktische erschöpfend" erfassen zu wollen. Kosbach hebt den familiären Bezug des Buchs hervor. Immer wieder zitiere Ladurner aus dem Tagebuch seines Urgroßvaters, das aus Sicht eines Soldaten berichtet, "der wider alle Wahrscheinlichkeit das große Schlachten überlebte".

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren