Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ernst Gerber

Im Dienst des Roten Kreuzes

Schweizer Ärztemissionen im II. Weltkrieg - Teil 2 - ein Tagebuch 1941/1942

Cover: Im Dienst des Roten Kreuzes

Frank Wünsche Verlag, Berlin 2002
ISBN-10 3933345111
ISBN-13 9783933345110
Taschenbuch, 262 Seiten, 22,00 EUR

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Klappentext

Als für die erste Ärztemission an die Ostfront neben Krankenschwestern auch Pfleger gesucht wurden, meldete sich der als Pfleger augebildete Ernst Gerber sofort und fuhr als Teilnehmer der ersten Mission sowie etwas später auch der dritten Mission in die besetzten Gebiete der Sowjetunion. Für die vierte Mission in die Ukraine hatte er sich angemeldet, bekam aber kurz vor der Abreise eine Blinddarmentzündung, musste operiert werden und konnte daher zu seinem großen Bedauern nicht mitfahren. Als Rudolf Bucher 1967 sein Buch "Zwischen Verrat und Menschlichkeit" herausgab und so mit fundamentaler Kritik an der Mission und ihren Teilnehmern an die Öffentlichkeit trat, fühlte sich Ernst Gerber herausgefordert, ihm unter regem Briefwechsel mit zahlreichen Teilnehmern entgegenzutreten. In nächtelanger Arbeit arbeitete er die Ereignisse während der ersten Mission auf und gab 1969 seine Darstellung in seinem Buch "Im Dienste des Roten Kreuzes" heraus, leider zu spät, und daher von der Öffentlichkeit nicht mehr genügend zur Kenntnis genommen. 1991 wurde Ernst Gerber vom Schweizer Fernsehen angefragt, ob er bereit wäre, anläßlich der Sendung "Spuren der Zeit" seine Erlebnisse und Eindrücke über die erste und dritte Ostfrontmission der Schweizer Bevölkerung in Erinnerung zu bringen. Er sagte mit Begeisterung zu. Das Ergebnis war eine sehr kritische, sehr erfolgreiche Sendung, die am 4.12.1991 ausgestrahlt wurde. In den folgenden Jahren trat Gerber immer wieder mit Presseartikeln und Rundfunksendungen an die Öffentlichkeit.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.11.2003

Zu den heiklen Punkten der Schweizer Neutralitätsgeschichte zählen für den "tmn." zeichnenden Rezensenten die Schweizer Ärztemissionen zur Ostfront während des Zweiten Weltkriegs - schließlich sei die humanitäre Aktion einseitig der deutschen Kriegspartei zugute gekommen, einer Kriegspartei, die einen Vernichtungskrieg betrieb. In seinem Tagebuch "Im Dienst des Roten Kreuzes" wehrt sich Ernst Gerber indes gegen den Vorwurf, die Mehrheit der Teilnehmer sei damals nazifreundlich gewesen, berichtet der Rezensent. Gerber, der an zwei Missionen als Pfleger teilgenommen hatte, zeichne in seinem Tagebuch "nüchtern" die "Normalität des Grässlichen" auf. Unvermeidlich habe er sich unter "Kameraden" empfunden, so der Rezensent, "als die in kleine Gruppen eingeteilten Schweizer in der russischen Eiseskälte von minus 40 Grad Schwerverletzten wie am Fliessband die erfrorenen Glieder amputierten".

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Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

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12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

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