Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
In der Evolution darf es - so die heute vorherrschende Lehrmeinung - keinen Fortschritt geben. In wichtigen Büchern zur Evolutionsforschung kommt der Begriff gar nicht vor, und der bekannte Biologe Stephen Jay Gould hält Fortschritt für eine gesellschaftliche Fiktion. Auch Darwin leugnete den Fortschritt in der Evolution, war aber von der Tatsache beeindruckt, dass im Ablauf der Erdperioden jüngere Organismen den früheren überlegen seien. Dabei muss man die Augen schon krampfhaft verschließen, um den Fortschritt in der Evolution nicht zu sehen. Der Neurobiologe Gerhard Neuweiler zeigt, wie die Evolution ihre Geschöpfe seit den ersten Organismen vom Einfachen zum Komplexen führt. Dieser Fortschritt gipfelt im menschlichen Gehirn. Im Menschen emanzipiert sich die Evolution, denn er ist das einzige Lebewesen, das die Werkzeuge der Evolution in die Hände nehmen und der natürlichen eine eigene, humane Welt entgegensetzen kann.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.06.2009
Horst Bredekamp wertet das Buch des im letzten Jahr gestorbenen Fledermausforschers und Verhaltensbiologen Gerhard Neuweiler als ausgewachsenen Tabubruch, kulturwissenschaftlich äußerst brisante Stellungnahme und schließlich, trotz der darin enthaltenen Darwin-Kritik, als wohl wichtigsten "Beitrag zum Darwin-Jahr". Der provokante, auf Galilei abzielende Titel werde wahrscheinlich verhindern, dass dieses Buch die ihm gebührende Aufmerksamkeit geschenkt wird, bedauert Bredekamp. Er findet nämlich, dass Neuweiler eine hervorragende und auch die neueste Forschung berücksichtigende Arbeit geschrieben hat, die die singuläre Stellung des Menschen in seiner Fähigkeit zur Kunst, zur Sprache und zur motorischen Geschicklichkeit festmacht. Besonders mutig scheint Bredekamp Neuweilers Betonung des "Fortschritts gegenüber der Kontingenz", seine Hervorhebung des "Altruismus", des Gedächtnisses und der Freiheit des Willens" als Charakteristika des Menschen, die diesen als "Krone der Evolution" ausweisen, wie der Autor argumentiert. Dabei sei für Neuweiler diese Ausnahmestellung des Menschen - dies erscheint ihm als die eigentliche Provokation in diesem Buch - keineswegs theologisch begründet und werde vor allem als große Verantwortung begriffen, so der Rezensent höchst interessiert.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








