Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Halide Edip Adivar

Die Tochter des Schattenspielers

Roman

Cover: Die Tochter des Schattenspielers

Manesse Verlag, Zürich 2008
ISBN-10 3717521640
ISBN-13 9783717521648
Gebunden, 592 Seiten, 24,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Renate Orth-Guttmann. Charakterstärke ist nichts, was einem in die Wiege gelegt wird. Man erwirbt sie. So wie Rabia, die Enkelin eines sittenstrengen Istanbuler Patriarchen. Konfrontiert mit westlichem Denken und den Eigenarten der türkischen Kultur, wird Offenheit ihr Schlüssel zum Glück. Halide Edip Adivars unterhaltsamer Entwicklungsroman ist ein leidenschaftliches Plädoyer für kulturelle Toleranz.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Halide Edip Adivar: Die Tochter des Schattenspielers - Leseprobe beim Manesse Verlag

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.06.2009

Mit großer Begeisterung hat Stefan Weidner diesen Roman der türkischen Schriftstellerin Halide Edip Adivar aus dem Jahr 1935 aufgenommen. Er lobt das Werk, das für ihn "Bildungs- und Zeitroman?, "Sittengemälde? und "Experimentallabor west-östlicher Ideen und Lebensentwürfe? zugleich ist, in den höchsten Tönen. Zum einen, weil es überzeugend ein faszinierendes "spätosmanisches Panoptikum? entwirft, zum anderen, weil es ungemein spannend und unterhaltsam zu lesen ist. Außerdem hebt Weidner die "Beschreibungskunst? der Autorin hervor sowie ihre sublimen Inszenierungen "west-östlicher Mentalitäten? und verschiedener gesellschaftlicher Positionen, die die Türkei bis heute polarisieren. Er bescheinigt der Revolutionärin Adivar, die sich in den zwanziger Jahren mit ihrem einstigen Weggefährten Atatürk überwarf und nach England emigrierte, in diesem Roman zu zeigen, wie für die Türkei ein menschlicher Mittelweg zwischen brutaler Modernisierungspolitik und konservativer Traditionen aussehen könnte. Das Werk zählt für Weidner ohne Frage zu den Klassikern der europäischen Moderne. Rundum gelungen findet er auch die Übertragung ins Deutsche.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.02.2009

Rezensentin Christiane Schlötzer freut sich über dieses "unterhaltsame Sittenporträt" von Halide Edip Adivar, die kurz nach Gründung der türkischen Republik mit den Machthabern trotz ihrer nationalistischen Gesinnung in Konflikt geriet und das Land verließ. Auch im britischen Exil warb sie weiter für eine moderne Türkei, berichtet die Rezensentin. Stilistisch ist die Autorin nach Schlötzers Meinung zwar nicht umwerfend "elegant". Dafür sei das Buch "ein Plädoyer für die Freiheit, ein individuelles Glück zu suchen". Einen "Sog" entwickelt die Geschichte dadurch, findet die Rezensentin, dass sie sowohl "emanzipationsgetöntes Entwicklungsdrama" als auch "politische Chronik" ist. Halide Edip Adivar ließ sich dazu nach Meinung der Rezensentin stark von ihrer eigenen Biografie inspirieren.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren