Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Englischen von Anette Grube. Joanna ist sechs Jahre alt, als ihre Familie vor ihren Augen ermordet wird. Noch als erwachsene Frau wird sie sich vorwerfen, ihren kleinen Bruder nicht gerettet zu haben. Für ihren eigenen Sohn schafft sie eine heile Welt. Doch kann man sich vor der Vergangenheit in Sicherheit bringen? Das fragt sich auch der Privatdetektiv Jackson Brodie, dessen Schwester umkam, als er noch ein Kind war. Seither empfindet er es als seine Berufung, andere zu beschützen und zu retten - und in scheinbar aussichtslosen Fällen zu ermitteln.Wer war der Mann, der damals Joannas Mutter ermordete? Der Mann, den sie ganz offensichtlich kannte? Gegen die grenzenlose Traurigkeit, die seither ihr Leben überschattet, rettet sich die erwachsene Joanna in ein Familienidyll, in dem auch das einsame Hausmädchen Reggie auf einen Platz hofft.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 31.12.2008
Kate Atkinsons Detektiv Jackson Brodie ist nicht gerade ein Superheld, er scheint seine Fälle eher durch Zufall zu lösen - etwa, weil er über die Auflösung stolpert, meint Rezensent Tobias Gohlis. Trotz dieser wenig schmeichelhaften Darstellung scheint er Brodie zu mögen. In diesem Krimi sitzt Brodie in einem Zug, der entgleist, und verbringt den größten Teil des Romans mit einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus, lesen wir weiter. Geklärt wird der Fall von drei Frauen: einem frühreifen, hochbegabten Teenager, einer an einem Gehirntumor erkrankten alten Dame und einer guten Polizistin und schlechten Mutter. Das ist "witzig bis zur letzten Seite", verspricht Gohlis, der Atkinson gleich auch als "neuen Stern" am Krimihimmel feiert.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 23.12.2008
Im jüngsten Roman von Kate Atkinson, der mit einem multiplen Mord einsetzt und in dem es vor gewaltsamen Toden, glücklosen Liebesbeziehungen und anderen Schicksalsschlägen nur so wimmelt, muss man auf positive Nachrichten ziemlich lange warten, stellt Sylvia Staude klar. Was ihr die Lektüre dennoch zur reinen Freude macht, ist die genaue Beobachtungsgabe und der mal feine, mal derbe Humor der Autorin. Dass die verschiedenen Handlungsmotive dabei mitunter allzu geschmeidig ineinander greifen, irritiert die Rezensentin dabei kein bisschen, weiß sie doch, dass Atkinson einen realistischen Krimi gar nicht anstrebt. Und am Ende gebe es dann doch noch "gute Nachrichten" verspricht die insgesamt hocherfreute Staude, die davon natürlich nichts verraten will.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








