Aus dem Englischen von U. Schäfer, E. Heinemann und H. Dierlamm. Michael Moore, "der Satiriker der Superlative" (Stern) ist nach fünf Jahren zurück: mit dem definitiven Wahlführer für 2008 und zeigt amerikanische Gesellschaft, wie sie wirklich ist. Mitleidslos entlarvt er die Schwächen des amerikanischen Wahlsystems, erklärt, warum "republikanisch" heute in den USA ein Schimpfwort ist. Er vergleicht den Kongress mit dem sowjetischen Politbüro und beweist, dass Zählen wichtiger als Wählen ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.10.2008
Matthias Lüdecke hält Michael Moores Wahlratgeber "Yes, We Can" für entbehrlich. Zum einen scheint ihm das Werk schon bei seinem deutschen Erscheinen veraltet - Sarah Palin und Joseph Biden etwa kommen darin gar nicht vor. Zum anderen findet er darin eigentlich nichts Neues. Das Buch krankt in seinen Augen daran, dass Moore keinen richtigen Gegner hat, dass ihm das konkrete Thema fehlt. Im Grunde sieht er in dem Buch eine "große Wahlbroschüre" für die Demokraten, in der die bekannten Argumente in kompakter Form wiederholt werden. Besonders Moores "selbstherrlicher, besserwisserischer Gestus" ist ihm ein Dorn im Auge. Ohnehin ist das Buch für ein Publikum außerhalb der USA seines Erachtens "kaum interessant".
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