Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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Klappentext
Mit 12 schwarz-weiß Abbildungen. Dieses Buch zeichnet die Lebensgeschichte des bedeutenden Philosophie-Historikers Paul Deussen (1845-1919) nach. Deussen, Indologe und Gründer der Arthur Schopenhauer-Gesellschaft, verband eine lebenslange Freundschaft mit Friedrich Nietzsche, den er aus der gemeinsamen Schulzeit kannte. Heiner Feldhoff zeigt, dass diese schwierige Freundschaft von Nähe und Distanz gekennzeichnet war. Sein Buch bietet somit sowohl Neues über Nietzsche und beschreibt darüber hinaus den Lebensweg Deussens vom Westerwälder Pastorensohn zum Professor für Philosophie in Kiel. Deussens Darstellung über das indische Denken sowie seine bahnbrechenden Übersetzungen indischer Schriften machten die indische Philosophie im deutschen Sprachraum bekannt. Seine Bücher über die "Elemente der Metaphysik" sowie seine sechsbändige "Allgemeine Geschichte der Philosophie" waren überaus erfolgreich. Das Werk Deussens diente etwa Hermann Hesse, Thomas Mann, Max Beckmann oder Erwin Schrödinger als Quelle und Anregung. Im gegenwärtigen Diskurs über die "Rückkehr der Religion" und eine globale Ethik verdient Deussens interkulturelle Leistung eine neue und verstärkte Würdigung.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.09.2008
Rezensent Ludger Lütkehaus findet im Großen und Ganzen erhellend, was der Autor Heiner Feldhoff über den Indologen und Nietzsche-Freund Paul Deussen zusammengetragen hat. Er zeichnet ein nach Lütkehaus' Meinung "weit angemesseneres, vielfältiges Bild", als das bisher in der Literatur der Fall war, die noch dazu in erster Linie um Deussens Weggefährten Nietzsche kreiste. Zwar kippe Feldhoff bisweilen ins andere Extrem: Er "widersteht der Versuchung, den vernachlässigten Deussen aus dem Schatten Nietzsches zu holen und ihn - in diesem Sinn revanchistisch - aufzuwerten, nicht immer". Doch alles in allem, so findet der Rezensent, füllt dieses "lebendig geschriebene Buch eine große Lücke" und zeigt Facetten Deussens, die bislang eher unbekannt waren - etwa, dass er "Wegbereiter einer dezidiert interkulturellen Philosophie" war.
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