Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jean-Claude Wolf

Eduard von Hartmann - Ein Philosoph der Gründerzeit

Cover: Eduard von Hartmann - Ein Philosoph der Gründerzeit

Königshausen und Neumann Verlag, Würzburg 2006
ISBN-10 3826032276
ISBN-13 9783826032271
Kartoniert, 236 Seiten, 36,00 EUR

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Klappentext

Eduard von Hartmann (1842-1906) gehört zu den einst berühmten und dann rasch vergessenen Philosophen. Bekannt ist er noch als der Verfasser einer Philosophie des Unbewußten, die Hartmann jedoch nicht als sein Hauptwerk betrachtete und die auch nicht im Mittelpunkt dieser Monographie steht. Ausgangspunkt seiner eigenen Systematik ist das philosophische Dreigestirn Schelling, Hegel und Schopenhauer, aber auch die Diskussion der Evolutionstheorie in Deutschland. Dieser Band enthält Darstellungen und kritische Kommentare zu seiner Philosophie, insbesondere zur Ethik, Sozial- und Religionsphilosophie, zur Kategorienlehre und zur Metaphysik. Ein eigenes Kapitel verdient Hartmanns geistreiche Kritik an Schopenhauer. Beurteilt man Hartmann nach seinen eigenen Kriterien nach der Breite seiner empirischen Kenntnisse, seiner spekulativen Kraft und seiner Fähigkeit, sich selber philosophiegeschichtlich zu situieren so verdient er auch heute noch Beachtung. In zwölf Kapiteln werden unter anderem Pessimismus, Mitgefühl, Freiheit, Willensfreiheit, Metaphysik, Kategorienlehre, Selbstzersetzung des Christentums, Religion des Geistes, Antisemitismus, und soziale Kernfragen behandelt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.06.2006

Rezensent Rüdiger Görner lobt diesen Band mit Studien zum Werk Eduard von Hartmanns als "wichtig" und würdigt ihren Autor als "gegenwärtig wohl besten Kenner" dieses Philosophen. Die Studien, aber auch die Auswahl der Schriften selbst geben aus Görners Sicht einen guten Einblick in Hartmanns Denken, zu dessen hundertstem Geburtstag die Bände erschienen sind. Was dem Rezensent besonders an den Studien angenehm auffällt, ist die Tatsache, dass sich Jean-Claude Wolf darin nicht "zum Apologeten aufschwingt", sondern Distanz wahrt und auch seinen Antisemitismus nicht ausspart. Außerordentlich vermisst Görner allerdings eine "umfassendere Thematisierung" von Hartmann Ästhetik, seiner Auseinandersetzung mit seiner Didaktik und seiner Philosophie des Unbewussten.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren