Seit den legendären ersten Dichtertreffen im Jemen und der Herbsttagung 2003 der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung über "Arabische Poesie" hat sich ein reger und kontinuierlicher Austausch zwischen deutschsprachigen und arabischen Schriftstellern entwickelt. Die hier vorliegende Anthologie versammelt die neuere Dichtung arabischer Länder. Erläuternde Essays und Kommentare führen den Leser in die großartige Fremdheit der arabischen Poesie ein. Eine Dichtung, die ebenso von der Auseinandersetzung mit der Moderne des Westen wie von dem Ringen um kulturelle und politische Identität in der Region geprägt ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.04.2008
Eine große Leserschaft wünscht Sandra Pott dieser Anthologie arabischer Lyrik. Dass der Band den Formenschatz arabischer Dichtung zugänglich macht, zugleich Überraschendes, den "hohen Ton" Unterlaufendes bereithält und in den enthaltenen Essays vom Aufbau eines "lyrischen Dialogs" zwischen deutscher und arabischer Dichtkunst erzählt, lässt ihr das Projekt so wertvoll erscheinen. Sinn sieht Pott in dieser gemeinsamen Anstrengung nicht zuletzt aufgrund des in den Texten dokumentierten "Eigenwerts des Gedichts als Ausdruck des Ichs". Dieser kann düster sein, wie Pott einräumt, aber auch transzendiert werden und sich als "gewitzt erotische" und "religionskritische" Poesie offenbaren.
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