Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Raoul Schrott (Hrsg.)

Die Blüte des nackten Körpers

Liebesgedichte aus dem Alten Ägypten

Cover: Die Blüte des nackten Körpers

Carl Hanser Verlag, München 2010
ISBN-10 3446234853
ISBN-13 9783446234857
Gebunden, 95 Seiten, 16,90 EUR

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Klappentext

Übertragen von Raoul Schrott. Mit zahlreichen zweifarbigen Illustrationen. Die Liebeslyrik wurde im Alten Ägypten entdeckt. Raoul Schrott, Kenner der Antike und antiker Sprachen, hat eine Auswahl aus den ägyptischen Quellen zusammengestellt und übersetzt. Die Gedichte der Liebe, die in der Epoche Ramses' des Großen entstanden, waren intim, erotisch ungezwungen und leidenschaftlich religiös. Schrott macht diese Texte endlich wieder zugänglich, in einer ebenso bildhaften wie kraftvollen Sprache. Die Liebesgedichte aus dem Alten Ägypten sind ein weiterer Schritt zu den Ursprüngen der Menschheit und ihrer Poesie.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Raoul Schrott: Die Blüte des nackten Körpers - Leseprobe beim Hanser Verlag

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.10.2010

Streng philologisch ist das nicht, was Raoul Schrott hier mit altägyptischer Liebeslyrik anstellt. Das will Niklas Bender uns immerhin mitgeteilt haben, bevor er allerdings das Unterhaltsame an der Lektüre dieser modernen Geschmacksnerven entsprechenden "Nach- und Neudichtung" herausstreicht. Die für altägyptische Kunst charakteristische Rätselhaftigkeit und Strenge jedenfalls begegnet ihm hier nicht, eher noch sinnliche Liebesverse in urbanem Gewand. Schrotts Verständnis der Verse als Ausdruck subjektiven Gefühlslebens muss der Rezensent ja nicht gleich teilen. Für ihn bleiben soziale Normen durchaus spürbar. Auch durch Schrotts Übersetzung der Übersetzungen hindurch. Apropos, warnt Bender, hin und wieder wurde ihm etwas blümerant, wo die Freiheit des Übersetzers Metapher über Metapher setzt.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.06.2010

Rezensent Burkhard Müller kann sich trotz der eingestandenen Schönheit der von Raoul Schrott übertragenen und kommentierten altägyptischen Liebeslyrik eines Unbehagens und Misstrauens nicht erwehren. Der Rezensent preist zwar die deutsche Fassung der Gedichte als ein "Kunstwerk der Vergegenwärtigung", die auch heute noch, nach Jahrtausenden, "mühelos verständlich" seien. Doch hätte er schon gern gewusst, wie viel dieser Verse dem heutigen Ohr "selbstherrlich", wenn nicht gar leichtfertig, nähergerückt wurde. Und so bittet er am Ende seiner Kritik Schrott nachdrücklich, die Voraussetzung und Methoden dieser Übertragungen darzulegen - dass der Autor des Altägyptischen nicht mächtig ist und sich also auf die Vorarbeit berufener Forscher stützt, setzt Müller dabei voraus -, um die Zweifel an diesen ohne Frage berückenden Gedichten zu beschwichtigen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren