Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Haruki Murakami

Der Elefant verschwindet

Erzählungen

Cover: Der Elefant verschwindet

DuMont Verlag, Köln 2007
ISBN-10 3832180281
ISBN-13 9783832180287
Gebunden, 189 Seiten, 14,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Japanischen von Nora Bierich. Das Gitter ist geschlossen, doch der Elefant ist verschwunden, zur Bestürzung der ganzen Stadt. Nur einer ahnt, was passiert ist. Ein junger, einsamer Mann, der in der Werbeabteilung eines Küchenherstellers arbeitet und einer Journalistin seine Wahrnehmungen mitteilt. - Ein nächtlicher Anfall von Heißhunger und ein übermütig geplantes Verbrechen enden ganz anders als vorgesehen: so anders, dass sie Jahre später eine unvermutete Auferstehung erleben. - Eine Frau in den besten, ödesten Verhältnissen erkennt in der eigenen Schlaflosigkeit ein berauschendes Geschenk. - Immer wieder tut sich für Murakamis melancholische Gestalten im Gewebe des Alltags eine Leerstelle auf, in die ein tiefer, lebensverändernder Sinn einzusickern scheint. Erzählungen von unerhörten Ereignissen und betörenden Zufällen, wie von unsichtbarer Hand gesandt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.01.2008

Kai Wiegandt bemerkt fasziniert, dass Haruki Murakami die Genregrenzen genauso wie die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit in seinen jetzt neu aufgelegten Erzählungen verschwimmen lässt. Er preist die atmosphärische Dichte - ein Markenzeichen des japanischen Autors - der Erzählung "Der Aufziehvogel und die Dienstagsfrauen" und lässt sich von der Zusammenführung vollkommen disparater Umstände in "Scheunenabbrennen" zu einer seltsamen Logik beeindrucken. Das macht schließlich auch die "Skurrilität" der Geschichten aus, die, wie Wiegandt einräumt, allerdings Qualitätsunterschiede aufweisen. So ist für seinen Geschmack beispielsweise "Der Bäckereiüberfall" in seinem bemüht expressionistischen Ton überzogen. Insgesamt aber wirken die Erzählungen durch ihre Rätselhaftigkeit, die ihn nicht selten an Kafka erinnern, und durch die abwechslungsreiche Sprache, so der begeisterte Rezensent.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren