Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Intuitiv heftet man Freunden oder Kollegen schnell den semantischen Orden "hochintelligent" ans Revers, Intelligenz gilt neben Flexibilität und Teamfähigkeit als Kardinaltugend der Gegenwart. Wenn der subjektiv plausible Befund jedoch objektiviert werden soll, stößt man auf seltsame geometrische Figuren, Zahlenreihen und Listen mit Tieren, von denen eines angeblich nicht zu den anderen passt. In seinem Essay setzt sich Hans Magnus Enzensberger mit der Geschichte und den Tücken der Verfahren auseinander, mit denen Psychologen seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts an der Vermessung der Intelligenz arbeiten. Er kommt zu dem Ergebnis: "Wir sind eben nicht intelligent genug, um zu wissen, was intelligent ist."
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.11.2007
Angetan zeigt sich Willy Hochkeppel von Hans Magnus Enzensbergers Auseinandersetzung mit den Intelligenztests, auch wenn ihm die Zeit der hitzigen Debatten über dieses Thema lange vorbei scheint. Enzensbergers Überblick über die Bemühungen der Psychologie, das Phänomen Intelligenz zu ergründen und zu messen, bietet in seinen Augen allerdings nichts, was ihm nicht aus zahllosen polpulären und fachlichen Büchern über dieses Thema bekannt wäre. Das findet er aber nicht weiter schlimm. Denn die Ausführungen des Autors über die verschiedenen Bedeutungen und Bedeutungswandlungen von Intelligenz und Dummheit, die Darstellung der Geschichte der Intelligenzforschung und der kritische Blick auf Intelligenztests hält er für recht instruktiv. Der große Reiz des Buchs aber liegt für ihn vor allem darin, "dass Enzensberger es geschrieben hat".
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.08.2007
Dass ausgerechnet Hans Magnus Enzensberger dieses Buch schreiben musste, kann Christian Geyer nicht ganz verstehen. Die Überholtheit von Intelligenztests, meint er, könne ohnehin niemand ernsthaft infrage stellen. Und was dazu zu sagen ist, hat er schon bei Stephen Jay Gould gelesen, "vor Jahren". Wie "kokett" sich Enzensberger aufs Glatteis der Metabetrachtung über Intelligenz begibt jedoch, findet Geyer wiederum bemerkenswert. Ob Stilbruch oder Altersweisheit walten, ist ihm gleichgültig, "kurzweilig" sei der Band allemal.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







