Brunners Momentaufnahmen von Landschaften und ihren Menschen erzählen vom Krieg auf dem Balkan, von dem Alltag in Sizilien, der Selbstgefälligkeit in den Alpen und der Wohlstandsdepression in der deutschen Provinz.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.12.2006
Anerkennend äußert sich Andrea Neuhaus über die kurzen Prosastücke dieses Bands von Maria E. Brunner. Als "wild, archaisch, bedrohlich und todesbesessen" beschreibt sie den Süden, den Selbstsucher, Einsame und Verlorene Momentaufnahmen in Brunners Texten aufsuchen, nur um auch dort zu resignieren. Sie bescheinigt Brunner, in ihren Skizzen über Kalabrien, Sizilien, Südtirol und Deutschland einen "eigenen Ton" gefunden zu haben. Die reduzierte, lakonische Prosa der Autorin scheint Neuhaus bisweilen beklemmend, immer aber "knapp und abweisend". Brunners das Verbissene streifenden Ernst empfindet sie manchmal als anstrengend. Er lasse gerade die "feineren Beobachtungen in gleichförmiger Schwere versinken". Insgesamt wünscht sie sich von der Autorin deshalb etwas mehr "Leichtigkeit und Weltläufigkeit".
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…