Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jörg Baberowski (Hrsg.)

Moderne Zeiten?

Krieg, Revolution und Gewalt im 20. Jahrhundert

Cover: Moderne Zeiten?

Vandenhoeck und Ruprecht Verlag, Göttingen 2006
ISBN-10 352536735X
ISBN-13 9783525367353
Gebunden, 205 Seiten, 26,90 EUR

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Klappentext

Die neuere historische Forschung interpretiert die Kriege und Gewalttaten des 20. Jahrhunderts als Reflex der Moderne. Nationalsozialismus und Stalinismus werden ebenso als Resultate der Moderne verstanden, wie der Faschismus in Italien oder der New Deal in den USA. Die Autoren dieses Bandes hingegen betonen die vormodernen Wurzeln der Gewaltexzesse im 20. Jahrhundert und verorten die Diktaturerfahrungen in Russland, in der Sowjetunion und in China im Spannungsfeld moderner Ideen und vormoderner Lebenswelten. Mit Beiträgen von Dieter Langewiesche (Tübingen), Jörg Baberowski (Berlin), Dietrich Beyrau (Tübingen), Igor Narskij (Tscheljabinsk), Bernd Bonwetsch (Moskau), Christoph Mick (Tübingen) und Gerd Koenen (Frankfurt).

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.12.2006

Eher durchwachsen scheint Ulrich Teusch dieser von Jörg Beberowski herausgegebene Band, der Beiträge über "Krieg, Revolution und Gewalt im 20. Jahrhundert" versammelt. Zwar findet er den Ansatz des Bandes interessant, die Gewalt des 20. Jahrhunderts nicht als Folge einer fundamentalen "Ambivalenz der Moderne" (Zygmunt Bauman) zu verstehen, sondern als Ergebnis der Gleichzeitigkeit von Moderne und vormodernen Lebenswelten. Zu seinem Bedauern wird diese Perspektive aber nicht konsequent umgesetzt, sondern dient nur als "lockeres Band, das die diversen Beiträge zusammenhalten soll. Zudem kritisiert er Baberowskis Formulierung des Ansatzes als theoretisch "nicht sonderlich reflektiert" und unfertig. Lobend hebt er dagegen Dieter Langewiesches Beitrag über die zivilen Opfer in der Geschichte des Kriegs hervor.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren