Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Geoffrey Household

Einzelgänger, männlich

Verfolgungsthriller

Haffmans Verlag, Zürich 2000
ISBN-10 325130125X
ISBN-13 9783251301256
Taschenbuch, 207 Seiten, 8,18 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Michael Bodmer. Sie haben ihn erwischt, wie er sein Zielfernrohr auf ihren Großen Mann gerichtet hielt. Sie haben ihn gefoltert und von einem Felsen gestürzt, es musste wie ein Unfall aussehen. Er ist nicht tot. Nur fast. Gehetzt von Geheimagenten, gejagt von der Polizei, verkriecht er sich wie ein verwundetes Tier in seinem Bau. Nur eins hält ihn unter der Erde am Leben: Rache.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.07.2000

Dieser Roman des 1988 verstorbenen Briten Geoffrey Household wurde im Jahre 1938 erstmals veröffentlicht und "ist eines der wenigen Werke der Weltliteratur, die noch vor Kriegsbeginn, `rechtzeitig` gewissermaßen, die Möglichkeit eines Anschlages auf Hitler durchspielen". Dieser geschichtliche Bezug diene jedoch lediglich als Ausgangspunkt einer Geschichte, die der Rezensent Bruno Steiger als "weniger und zugleich viel mehr als eine Agentenstory" bezeichnet. Diese folge jedoch nicht den Konventionen des Genres, da "der Roman nahezu all dessen entbehrt, was sich als Handlung, als Entfaltung eines Plots bezeichnen liesse". Household erzählt aus der Sicht von Sir Robert Hunter, der sich in Südengland in einem Erdloch versteckt, nachdem er bei besagtem Mordversuch erwischt worden ist und nun von diversen Geheimdiensten gejagt wird. Die Erzählung wird für den Rezensenten von einer Exzentrik getragen, einem bizarr anmutenden Humor, der sich auch in dem Kulminationspunkt des Ganzen wiederfindet und der eine "kreisende panische Statik" schafft.

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