Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Englischen von Gerd Haffmans. Romane handeln gewöhnlich von innen oder außen, von Psychologie oder von Soziologie - oder von einer Mischung von beidem. Der Roman "Jetzt" ist an der Grenze dieser beiden Sphären angesiedelt, im Niemandsland der Sprache und des Dialogs, denn die Sprache gehört niemandem, sie besteht aus Gemeinplätzen.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 10.06.2000
Klaus Modick lobt an diesem Roman besonders, dass in ihm "nicht erzählt, sondern gesprochen - genauer gesagt: geredet" wird, dass er sich leicht liest und trotzdem ein latentes, schwer zu fassendes Unbehagen auslöst, dass er gleichzeitig traurig und komisch ist. Das liegt seiner Ansicht nach nicht zuletzt an der hervorragenden Übersetzung aus dem Englischen, die Verleger Gerd Haffmann selbst übernommen hat und die auch auf deutsche Verhältnisse übertragen funktioniert. Gabriel Josipovicis Roman "Jetzt" lasse den Leser teilhaben an Fragmenten von Gesprächen zwischen Mitgliedern einer jüdischen Intellektuellenfamilie, die zwischen all dem Small Talk eine deprimierende, "marode Familienstruktur" offenlegt. An dieser Struktur wird aufgehängt, was Modick als die "Kraftfelder" des Romans beschreibt - eine "vage Orientierungslosigkeit [?] und ein diffuses Mangelgefühl innerhalb eines saturierten Lebenszusammenhangs".
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.03.2000
"Jetzt" von Gabriel Josipovici, schreibt Peter Michalzik, sei "an der unübersichtlichen Front zwischen Sprachliebe und Sprachabneigung" entstanden: Der Roman des englischen Schriftstellers und Literaturprofessors besteht ausschließlich aus Dialogen, die naturgemäß banal klingen, da sie Alltägliches verhandeln. Würde dieses Drama aufgeführt, klänge es völlig banal, so wie im Alltag eben, lesend eröffneten sich aber neue Sichtweisen, Lesarten unseres Handelns, Strategien der Kommunikation und Nicht-Kommunikation, bis hin zur Sprachverweigerung. Der Rezensent zeigt sich erfreut von Josipovicis literarischer Technik, im Dialog den Spielraum der Sprache zwischen erstarrter Rede und beredter Suche auszuloten. Zur Übersetzung aus dem Englischen macht er leider keine Anmerkung.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2000
Mit viel Gefühl zeichnet Ingeborg Harms die Romangestalten nach und ihre Weigerung, sich zu verstricken. Die Rezensentin findet das Buch voller meisterhaft gelungener Dialoge, die in ihrer oft komischen Banalität vorführen, wie das Aneinandervorbeireden tragische Dimension annimmt, denn niemand in dieser vom Autor in Alltag und Krise vorgeführten Londoner Familie ergreift den Moment des "Jetzt?. Harms lobt die Darstellung von Kommunikation als "produktives Missverständnis" (Lacan), wie sie der Literaturwissenschaftler Josipovici hier entfaltet hat.
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Krisen des modernen Ichs
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Archiv: Vorgeblättert
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3
07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen
Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen






