Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

David Lodge

Bittere Wahrheiten

Eine Novelle

Haffmans Verlag, Zürich 2000
ISBN-10 3251004654
ISBN-13 9783251004652
Gebunden, 145 Seiten, 14,83 EUR

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Klappentext

Samuel Sharp, Schriftsteller und erfolgreicher Drehbuchautor, ist der Literaturkritikerin Fanny Tarrant zum Opfer gefallen. Nachdem er ihr ein ausführliches Interview gewährt hat, ist in der auflagenstärksten Sonntagszeitung nun eine vernichtende Polemik über ihn erschienen. Samuel beschließt, sich zu rächen. Er bittet seinen Freund Adrian Ludlow, einen zurückgezogen lebenden Schrifstellerkollegen, um Hilfe. Man arrangiert einen Interviewtermin für die gefürchtete junge Dame mit Adrian, der die Anweisung erhält, statt brav Antworten zu geben, selber die Journalistin auszufragen und wunde Punkte in ihrer Vita aufzuspüren. Aber Fanny Tarrant besitzt wirklich ganz erstaunliche Interviewtechniken und macht den beiden Dichtern einen Strich durch die Rechnung.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.07.2000

Verbaler Mord- und Totschlag unter Literaten, Intellektuellen, Medienleuten, das ist der Stoff, aus dem ein Theaterstück gemacht wird und das, man ist ja vom Fach, auch gerne noch mal als Buch recycelt wird. Thomas Köster scheint das nicht zu stören, er findet die teilweise fast wörtliche Übertragung aus Lodges Bühnenstück "Wunde Punkte" in die nun großspurig Novelle geheißene Neufassung "ein überaus lesbares Kammerspiel". Immerhin habe sich der Autor die Mühe gemacht, die Regieanweisungen vom Präsens ins Präteritum zu verwandeln.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.06.2000

Ein Theaterstück und ein zur Novelle umgeschriebenes Theaterstück des englischen Erfolgsautors David Lodge, das die Mechanismen des Campusromans bedient: ein Genre wird erfolgreich vermarktet, dies allerdings mit literarisch kaum ausreichender Berechtigung, meint Tanya Lieske. Im übrigen entspreche Lodge genau dem Typus des englischen homme de lettres, den sein deutscher Kollege Dietrich Schwanitz so gerne nach Deutschland importieren würde. Doch zurück zum Theaterstück: guter Plot, nette Dialoge, aber ohne Biss. Zur Novelle: bereichert um ein paar Orts- und Zeitangaben, kaum mehr. Zur Übersetzung: birgt einige Ungeschicktheiten. Zum Lektorat: schlampig. Zum Buch insgesamt zitiert die Rezensentin abschließend eine der weiblichen Hauptfiguren, eine Kritikerin: `Es gibt heute so viel Überheblichkeit. Die Leute verwechseln Erfolg mit echtem Verdienst.` Dieses Urteil scheint unserer Kritikerin aus dem Herzen gesprochen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren