Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Frank Fischer

Danzig

Die zerbrochene Stadt

Cover: Danzig

Propyläen Verlag, Berlin 2006
ISBN-10 354907204X
ISBN-13 9783549072042
Gebunden, 416 Seiten, 24,90 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Hafenstadt, Handelsmetropole, Seemacht mit eigener Flotte, prosperierendes Gemeinwesen selbstbewusster, weltoffener Bürger - kein Wunder, dass Danzig in seiner Blütezeit als "Venedig des Nordens" bezeichnet wurde. Der Historiker Frank Fischer zeichnet die tausenjährige wechselvolle Geschichte der stolzen Hansestadt nach, die als Zankapfel rivalisierender Mächte immer wieder im Brennpunkt stand, bis sie 1945 in Schutt und Asche versank.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.08.2006

Thomas Medicus hat sich über die Darstellung der Stadtgeschichte Danzigs von Frank Fischer enorm geärgert und findet kein einziges gutes Haar an ihr. Angesichts des Alters des Autors, 1968 geboren, hätte er eine modernere, lebendigere Darstellung erwartet, die auch methodisch auf der Höhe ist. Stattdessen werde dem Leser ein rein chronologischer Abriss der Danziger Stadtgeschichte zugemutet, in dem alles Wissenswerte nur nebenbei mitgeteilt werde, und die zudem für die Zeit nach 1945 gerade mal 11 Seiten übrig habe, schimpft Medicus. Nach dezidierten Standpunkten und Urteilen sucht er in diesem Werk vergeblich, wichtige Punkte, wie beispielsweise eine Geschichte des Hafens fehlten ebenfalls. Als gravierendste Verfehlung führt der Rezensent aber den Umstand an, dass der Autor keine polnischen Quellen bei seiner Darstellung zu Rate gezogen habe und so der "polnisch-deutsche Doppelblick", der bei der Geschichte Danzigs so angemessen wäre, nicht vorhanden sei.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 18.05.2006

Enttäuscht äußert sich Rezensent Andreas Kossert über Frank Fischers Geschichte Danzigs. Er hat eine Darstellung der gegenwärtigen Stadt erwartet, des modernen Danzig. Fischer aber konzentriere sich auf die Vergangenheit. Kosserts Hauptkritikpunkt aber ist die einseitige Ausrichtung des Historikers auf eine deutsche Perspektive. So hält er dem Autor vor, seine Geschichte Danzigs ausschließlich auf deutsche Forschungsliteratur und Quellen zu gründen, die dann auch noch unkritisch verwendet würden. Die umfangreiche polnische Forschung hingegen werde sträflicherweise ignoriert. Zudem hätte sich Kossert eine Untersuchung deutscher und polnischer Geschichtsbilder und Mythen gewünscht.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren