Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Volker Perthes

Orientalische Promenaden

Der Nahe und Mittlere Osten im Umbruch

Cover: Orientalische Promenaden

Siedler Verlag, München 2006
ISBN-10 3886808203
ISBN-13 9783886808205
Gebunden, 400 Seiten, 24,95 EUR

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Klappentext

Volker Perthes nimmt den Leser mit auf eine Reise durch ausgewählte Länder des Nahen und Mittleren Ostens. Er schildert die sozialen und politischen Realitäten dieses Krisengebiets und zeigt, welche teils bedrohlichen, teils hoffnungsvoll stimmenden Veränderungen sich an diesem Brennpunkt der internationalen Politik abzeichnen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.07.2006

Hochinstruktiv findet Alexander Görlach die Beobachtungen, die Volker Perthes im Nahen und im Mittleren Osten, in Ägypten, Saudi-Arabien, Iran, Israel und Palästina machen konnte. Sie erweitern für ihn ganz erheblich das Bild, das die meist recht abgeklärte westliche Medienberichterstattung von diesen Regionen vermittelt. Die zahlreichen Gespräche, die Perthes mit dort lebenden Menschen führen konnte, haben ihn sichtlich beeindruckt. Er bescheinigt dem Autor, einer durch politische Schlagworte gebrandmarkten Weltregion eine "menschliche Kontur" zu verleihen.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.05.2006

Beeindruckt zeigt sich Arnold Hottinger von diesem Buch über den "Nahen und Mittleren Osten im Umbruch" Volker Perthes. So bescheinigt er dem Autor, das "wahre Gesicht des Nahen Ostens" zu zeigen. Dies nicht nur wegen der Beschreibungen der mannigfaltigen Landschaften, sondern vor allem deshalb, weil Perthes überall Menschen finden konnte, die Vertrauen zu ihm fassten und mit denen er ausführlich auch über brisante Themen sprechen konnte. Deutlich wird für Hottinger hier eine Vielfalt von oft widersprüchlichen Meinungen und Ansichten zur gegenwärtigen politischen, kulturellen, religionspolitischen Lage in den verschiedenen Ländern, die im krassen Widerspruch steht zu den weit verbreiteten vereinfachten Ansichten über Araber und Muslime.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 18.05.2006

Sehr eingenommen ist Rezensent Heinz Halm von Volker Perthes? Reportagen über seine Reisen in den Orient. Er würdigt den Autor als einen der "besten Kenner der nahöstlichen Länder", bescheinigt ihm, bestens informiert zu sein und mit Menschen aller Klassen, Schichten und Berufen kommunizieren zu können - egal ob in Teheran, Kairo oder Kirkuk. Angenehm fällt dem Rezensenten die politikwissenschaftliche Bildung des Autors auf, die in seinen Reiseberichten immer wieder durchscheint. Anerkennend äußert er sich zudem über Perthes? präzise Beobachtungen und seine darstellerischen Fähigkeiten, findet seine Bilder eingängig und leidet manchmal sichtlich unter der Intensität der oft bedrückenden Schilderungen. Alles in allem lobt er den Band als ein Sachbuch, wie es besser nicht sein könnte: "sachkundig, lesbar, unterhaltsam und höchst informativ."

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.04.2006

Einen "kenntnisreichen" und "scharfsinnigen", manchmal gleichwohl "ermüdenden" Bericht habe Volker Perthes mit seinen Streifzügen auf orientalischen Promenaden geschrieben, erklärt Jörg Später. Wie kein anderer Politikwissenschaftler verstehe es Perthes, "Stimmen und Stimmungen" im Nahen und Mittleren Osten einzufangen und mit der politischen Analyse zu verbinden. Perthes gebe Einblicke in den Alltag und stelle plausibel kulturgeschichtliche Bezüge her, etwa zwischen einer Fahrt durch die saudische Wüste, und "der Strenge und Schmucklosigkeit des hier beheimateten Glaubens." Manche Analyse, etwa die Einordnung des iranischen Präsidenten als konservativer Technokrat, sei mittlerweile jedoch überholt. Und die Israel und Palästina gewidmeten Texte reduzierten beide Länder unzulässig auf ihren politischen Konflikt. Vielleicht, mutmaßt der Rezensent, gefalle sich der Autor in der Rolle des "ehrlichen Maklers" - um den Preis einer gewissen Überheblichkeit. "Perthes hat den Blick eines Schiedsrichters - immer korrekt, immer um Ausgleich bemüht, immer vernünftig, sehr europäisch eben".

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