Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Herausgegeben und eingeleitet von Mike Sandbothe. Der Vordenker der zeitgenössischen Analytischen Philosophie, Donald Davidson, und der Mitbegründer des philosophischen Neopragmatismus, Richard Rorty, führten seit den siebziger Jahren eine vielbeachtete Debatte über die Bedeutung, die dem Wahrheitsbegriff in der Philosophie zukommt. Ausgangspunkt war die Verabschiedung des erklärenden Wahrheitsverständnisses. An seine Stelle tritt bei Davidson und Rorty die interpretationistische Analyse unseres Gebrauchs von "wahr". Strittig ist die Frage, ob und wie zitattilgende, billigende und warnende Verwendungsweisen miteinander zusammenhängen und was daraus für die Wahrheit als Grundproblem der Philosophie folgt. Die ausgewählten Schlüsseltexte stammen aus den Jahren 1974 bis 2000 und sind zum großen Teil bislang noch nie in deutscher Sprache veröffentlicht worden.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.06.2006
Dokumentiert wird hier eine der klassischen Debatten der jüngeren Philosophie. Ausgetragen haben sie zwei einander eher nahe stehende Denker, die sich, je auf ihre Weise, von der Tradition der analytischen Philosophie emanzipierten. Der Gegenstand der Debatte war kein geringer: die Frage nach der Wahrheit und den Bedingungen, unter denen von ihr die Rede sein kann. Rorty tritt dabei für einen entschiedenen und radikalen, nämlich neopragmatischen Abschied von allen Korrespondenztheorien der Wahrheit ein. Wahrheit ist nicht, kurz gesagt, die Entsprechung von Aussage und Wirklichkeit, sondern die Kohärenz von Behauptungen in Sprachspielen. Davidson dagegen insistierte, dass sprachliche Bedeutung überhaupt nur im Wissen um die Wahrheitsbedingungen der Äußerung zu gewinnen ist. Der Rezensent Zoran Andric bezeichnet die mit dem Tod Davidson 1993 beendete Debatte als "Meilenstein der analytischen Philosophie" und lobt nachdrücklich das Nachwort des Herausgebers Mike Sandbothe.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.12.2005
Als "eine Art neuen Kanon von Schlüsseltexten" über den Wahrheitsbegriff würdigt Rezensent Zoran Andric diese von Mike Sandbothe herausgegebene Aufsatzsammlung, in deren Mittelpunkt die Kontroverse um die unterschiedlichen Theorieansätze der Philosophen Donald Davidson und Richard Rorty steht. Die versammelten Aufsätze findet Andric allesamt scharfsinnig und präzise. Seine Ausführungen über Davidsons und Rortys Positionen zum Wahrheitsbegriff, die philosophisch stark ins Detail gehen, vermitteln einen guten Eindruck von der schwierigen Materie des Buches. Andric will auch gar nicht verschweigen, dass die Lektüre alles andere als leichte Kost ist. Eine Hilfe sieht er dabei im "instruktiven Nachwort" des Herausgebers, das die Komplexität der Begriffsdifferenzen erörtert. Dennoch warnt der Rezensent besonders Anfänger vor der "abstrakten topologischen Dichte, den hypertrophen Sinnkonstruktionen und filigranen Begriffszerlegungen", die ihnen bei der Lektüre dieses "diffizilen und dennoch unentbehrlichen Buches" auf Schritt und Tritt begegnen.
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