Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Niederländischen von Rainer Kersten. In aller Herrgottsfrühe wacht Christian Beck auf, als seine langjährige Freundin mit unverwandtem Blick im Bett sitzt und von sich selber sagt: "Der Vogel ist krank." Er, der sich von allen Abenteuern verabschiedet hatte, nur noch Gebrauchsanweisungen übersetzt und nicht mehr Bücher schreibt, gerät in einen Strudel von Ereignissen. Eigentlich hatte er geglaubt, das Leben durchschaut zu haben, da spielt es ihm einen Streich: Ein Asylbewerber heiratet in seinen Haushalt ein...
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 06.04.2006
Arnon Grünberg lesen sei wie "Waten durch Blei" findet Bernardette Conrad. Und nicht anders sei es im vorletzten Roman des Niederländers "Der Vogel ist krank". Dem Held Beck, depressiv und Übersetzer von Gebrauchsanweisungen, steht die todkranke Lebensgefährtin Vogel zur Seite. Bevor sie stirbt will Vogel noch heiraten, jedoch nicht Beck, sondern einen algerischen Asylbewerber. Dem lethargischen Beck fehlt jeglicher Widerstand, dafür ist er latent gewaltbereit. Wie auch in den anderen Romanen bewege sich Grünberg in hohem Tempo durch "die existentiellen Räume Sexualität und Identität, Gewalt und Tod", konstatiert die Rezensentin. Im nur flüchtig skizzierten Innenleben der Figuren ergehe es dem Leser wie auf einer Achterbahnfahrt, nach dem Kick bleibe man leer zurück. Die Hoffnung doch noch mit einem komplexen Innenleben konfrontiert zu werden, werde immer aufs Neue geweckt und enttäuscht, eine frustrierende Erfahrung, so Bernardette Conrad, die zeige, dass Grünberg mit seinen Figuren eigentlich gar nichts durchlebt habe.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.10.2005
Erstaunlich, in welch skurrilen Situationen man sich häuslich einrichten kann, meint Beatrice Eichmann-Leutenegger. Eine in die Jahre gekommene und leicht abgenutzte Beziehung, seltsame berufliche Abwege, eine menage a trois mit einem neuen Mann, schwere Krankheit der Frau, all das durch den Mann in unendlicher Gleichmut getragen - und von Arnon Grünberg so erzählt, dass es trotzdem noch etwas zum Lachen gibt. Erst mit der Zeit merke man immer deutlicher, welch "düstere Spur" sich infolge einer Bluttat durch den Roman zieht. Das Buch packe den Leser von zwei Enden gleichermaßen erfolgreich, stellt die Rezensentin fest. Zum einen berühre die Geschichte zum elenden Ende hin immer stärker. Und zugleich fühle man sich beständig gut unterhalten, selbst wenn die "mit Sentenzen gespickten Sätze" manches Mal überhand zu nehmen drohen.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








