Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Susanne Hornfeck. 1951, kurz nach Ausbruch des Koreakriegs, wird Yu Yuan, ein junger chinesischer Offizier, wie Tausende Freiwillige von Mao Zedong nach Nordkorea geschickt, um den kommunistischen Brüdern im Norden des Landes zur Seite zu stehen. Er gerät amerikanische Gefangenschaft und einzig der Gedanke an die Heimat birgt für ihn die Hoffnung, wieder zu dem Menschen zu werden, der er vor dem Krieg einmal war. Doch als Yu schließlich nach Hause zurückkehrt, muss er feststellen, dass es diese Heimat so nicht mehr gibt. Vierzig Jahre nach seiner Freilassung schreibt der inzwischen siebzigjährige Yu gegen das Vergessen an.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.01.2006
Eine erstaunliche Geschichte erzählt der 1985 aus China in die USA emigrierte Autor Ha Jin in seinem Roman "Kriegspack": Ein chinesicher Soldat, ausgebildet in der Akademie Chiang Kai-sheks, kämpft nach kurzer Umerziehung für das kommunistische China im Koreakrieg und gerät in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Und je stärker er dort von den chinesischen Häftlingsgruppen gedrängt wird, sich zwischen China und Taiwan zu entscheiden, umso stärker wird die Anziehungskraft, die das amerikanische Menschenbild mit seinen individuellen Freiheiten auf ihn ausübt, wobei die Annäherung an sein Ideal immer auch etwas Unterwürfiges habe. In seiner Besprechung lässt der Schriftsteller Georg Klein zwar immer wieder durchblicken, dass er nicht gänzlich von den schreiberischen Talenten seines Kollegen Ha Jin überzeugt ist - einiges findet er mit nur "mittelmäßiger Gekonntheit" von Norman Mailer und James Jones abgekupfert -, doch der geschilderten Grundkonflikt hat ihn offenbar sehr interessiert, zumal er eigenem Bekunden nach gerade in China war. Klein "dämmerte" über diesem Roman, "wie sehr das Ideal selbstverantwortlicher Individualität nicht nur im Fernen Osten etwas gewaltsam Erworbenes ist" und orakelt abschließend: "Mit der Dauer seiner Herrschaft, die in manchem einer himmelblauen Eiszeit gleicht, wächst die Sehnsucht nach dem Schummerlicht ewiger Ordnung und der archaischen Kuhwärme des Kollektiven."
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.10.2005
Eine überaus spannende bis stellenweise grausame Geschichte verspricht Rezensent Ludger Lütkehaus dem Leser. Die Geschichte einer Odyssee durch amerikanische Gefangenenlager im Koreakrieg, so Lütkehaus, basiere auf dem Schicksal von Ha Jins Vater, dem er den Roman gewidmet habe. Der Ich-Erzähler gerate als chinesischer "Kriegsfreiwilliger" in Gefangenschaft und dort zwischen die politischen Lager von National- und Rotchinesen. Insbesondere bei der Frage der Repatriierung erweisen sich beide Seiten als mörderische "ideologische Fanatiker". Selbst noch nach ihrer Entlassung in die vermeintliche Heimat werden rotchinesische Parteimitglieder dafür bestraft, dass sie überlebt haben und in Gefangenschaft geraten sind. Dem Ich-Erzähler als Nichtparteimitglied bleibe dies, so Lütkehaus, "paradoxerweise" erspart. Ha Jin habe aus rein "humaner Sicht" einen "detailgetreu recherchierten Roman" über die Kriege im Koreakrieg geschrieben.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








