Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Albanischen übersetzt und mit einem Glossar versehen von Joachim Röhm. Eine außerordentlich sympathische Truppe von Freischärlern tritt an, für ihre Heimat Albanien ins Feld zu ziehen. Ihre Helden sind der Anführer Shestan Verdha, der singende Doska Mokrari und der lange Alush Gjati, zu groß für jeden Sarg. Anfangs zu fünft, später in Hundertschaften kämpfen sie, gegen wen da zu kämpfen ist, ganz gleich ob der Feind Holländer, Türke, Österreicher, Franzose, Bulgare oder Montenegriner ist. Und dann soll ausgerechnet ein deutscher Prinz König von Albanien sein? Nur wenn er beschnitten ist, witzeln Konsuln und Offiziere jeder Couleur, die sich im Salon der maltesischen Kurtisane Sara Stringa die Klinke in die Hand reichen.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.09.2005
Diesen Roman sollte man sich nicht entgehen lassen, verkündet der beglückte Rezensent Andreas Breitenstein. Denn "Das verflixte Jahr" besticht durch die "heiter-ironische" Art, mit der Ismail Kadare - sonst eher als die "Zentnerlast balkanischer Geschichte" stemmende Atlas-Figur bekannt - die mühselige und bewegte Staatswerdung Albaniens im Jahre 1914 in Szene setzt. Dies beginnt laut Rezensent schon mit Kadares Eröffnung, dass in besagtem Jahr ein Komet den Lauf der Sonne gekreuzt haben soll. Damit läute Kadare eine Art "Traumzeit" ein, in der sich die Ereignisse fernab ihrer sonstigen Regeln abspielen. Mit "ungewohnter balkanischer Heiterkeit, in der das Unglück der eigenen Geschichte in souveräner Weise aufgehoben ist" verflechte Kadare Tragik und Komik, Mythos und Ironie. Doch angesichts dieser "wundersam" anmutenden Erzählung warnt der Rezensent eindringlich davor, den Realitätsgehalt zu unterschätzen. In der Tat seien in diesem "gespenstischen Vielvölkerballett" sowohl "das politische und gesellschaftliche Konfliktfeld" als auch die "Zeitstimmung" vom Autor "luzid eingefangen". All dies, so das betörte Fazit des Rezensenten, macht "Das verflixte Jahr" zu einer "Hommage an die Heimat, deren Charme man sich schwerlich entziehen kann".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








