Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Juan Carlos Onetti

Leichensammler. Die Werft

Romane

Cover: Leichensammler. Die Werft

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN-10 3518417037
ISBN-13 9783518417034
Gebunden, 548 Seiten, 32,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Spanischen von Anneliese Botond und Curt Meyer-Clason. Mit wenigen Strichen eine Gestalt in ihrer widersprüchlichen persönlichen Wahrheit hervortreten zu lassen, eine Konstellation zweier Menschen wie eingeätzt zu umreißen, herausgelöst aus allen vorgegebenen Mustern: diese Kunst Onettis (1909-1994) ist oft bewundert worden. In gründlich revidierten Übersetzungen und zum Teil erstmals auf deutsch bietet die Werkausgabe sämtliche vollendeten Romane und Erzählungen Onettis, zusammen mit Anmerkungen und Nachworten der Herausgeber.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.07.2005

Burkhard Müller hat sich große Mühe gegeben, auf Juan Carlos Onettis "vor Schwäche todtraurige Welt" nicht apathisch, frustriert und verärgert zu reagieren, und fordert die Leser zur gleichen Anstrengung auf. Wenn nicht, schreibt er, kapituliert man leicht vor der "unveränderlichen Misere des Personals", das in einem "Reich wunschlosen Unglücks" seine trostlosen Bahnen zieht, ohne dass irgendetwas Erleichterung oder Auflockerung verschaffen würde. Das gilt insbesondere für die Prosa von Onetti: Er schreibt, als sehe er die Menschen zum ersten Mal, ringt ohne jede Verschnaufpause um die Möglichkeit des Ausdrucks und findet so zu einer Sprache, die so eindringlich eigentlich und deshalb so sperrig ist, dass Müller die Lektüre zuweilen an die Studie einer Grammatik erinnerte. Doch natürlich ist es gerade dieser "Grad der Anspannung", der aus der "schicksallosen Nebelwelt der Südhalbkugel" eine hochliterarische Landschaft formt. Was übrigens, vergisst der Rezensent nicht zu erwähnen, auch in hohem Maße für die beiden Übersetzungen gilt, die der Versuchung nicht erlegen sind, die schwierige Präzision von Onettis Sprache zugunsten besserer Lesbarkeit zu aufzulockern.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren