Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Japanischen von Annelie Ortmanns. Der Japaner Haruki Murakami, der in seinem Land zu den populärsten Schriftstellern zählt, legt hier eine mit viel Witz erzählte Mischung aus Science-fiction- und Detektivroman vor. Helden der Geschichte sind der namenlose dreißigjährige Mitinhaber einer Werbeagentur in Tokio und ein Schaf mit übernatürlichen Kräften und einem unbeugsamen Willen zur Macht. Beide werden sie in einen Strudel von sich überschlagenden Ereignissen und Abenteuern hineingezogen.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.11.2005
Durchaus angtan zeigt sich Rezensentin Pia Reinacher von diesem jetzt neu aufgelegten Frühwerk Haruki Murakamis aus dem Jahr 1982, auch wenn sie zugibt, dass es "nicht zu den brillantesten Büchern" des japanischen Autors gehört. Dazu findet sie den Roman "zu wenig packend geschrieben" und "zu wenig kapriziös ausgedacht". Trotzdem kann sie sich seiner Wirkung nicht ganz entziehen, nimmt der Roman den Leser doch mit auf eine "Zickzackfahrt ins Unwirkliche", die in Wahrheit eine Variante der klassischen Reise zur Selbstfindung sei. Vor allem die bedrohliche Atmosphäre des Romans und die Vermischung von Realität und Fantasie haben Reinacher gefallen. Sie hebt hervor, dass es Murakami hier nicht in erster Linie um Kritik an der japanischen Zivilisation, an der anonymen Warenwelt und an der Orientierungslosigkeit in einer unablässig ratternden Konsum-Maschine geht, sondern das Thema der "Erlösung des gefühlsamputierten, rationalen modernen Menschen aus seiner mentalen Höhle".
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 21.04.2005
Susanne Meyer würdigt den japanischen Autor Haruki Murakami in ihrer ausführlichen Besprechung des bereits vor 20 Jahren geschriebenen und nun auch auf Deutsch wieder erhältlichen Romans "Wilde Schafsjagd" als "Meister der Sinnlosigkeit". Auch in diesem Buch, in dem sich ein Werbefachmann auf die Suche nach einem mit einem Stern gebrandmarkten Schaf macht, was ihn nacheinander in die Stadt seiner Kindheit und ins Gebirge führt, wird der Leser vielmehr auf "innere Bewegung" stoßen als auf äußere Aktion, erklärt die Rezensentin. Sie warnt vor dem "Risiko des Sichverlierens", dem man sich bei der Rezeption der Irrfahrt der Hauptperson, einem namenlosen, traurigen Ich-Erzähler, aussetzt und lässt auch wissen, dass man nicht mit großen Wahrheiten und "Erkenntnissprüngen" zu rechnen habe. Die Geschehnisse, von denen Murakami erzählt, führen "nirgendwo hin" und werden in "leisem, geradezu mattem Ton" vorgetragen. Dabei wirken sie aber, wenn es etwa um den "Irrsinn des Geschäftslebens oder der Politik geht" ungeachtet des Alters des Buches erstaunlich modern, stellt die Rezensentin fest. Murakami "erzeugt geschickt" ein Gefühl der "Orientierungslosigkeit", lobt Meyer, und sie meint, dass der japanische Kult-Autor in seinen Büchern auszuloten versucht, "wie man mit dem Dasein umgeht, ohne sich zu wehren".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







