Aus dem Kroatischen von Klaus Detlef Olof u.a.. "Als ich zur Welt kam, bellte auf dem Flur der Entbindungsanstalt ein Hund; Dr. Srecko riß sich wuetend die Maske vom Gesicht, rannte aus dem Kreißsaal und sagte: `Scheiß auf eine Welt, in der die Kinder in Hundestaellen zur Welt kommen!`"
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.05.2000
Hingerissen ist Christiane Zintzen von den Erzählungen des jungen bosnisch-kroatischen Erzählers Miljenko Jergovic, Jahrgang 1966. Ein "Meister der ersten und letzten Sätze", die den Leser in die Geschichten dieses Episodenromans hineinsaugen und die Rezensentin das Buch offenbar haben verschlingen lassen. Sie schreibt, der Autor bediene sich des Kunstgriffs, aus der Kinderperspektive zu schreiben, wunderbarerweise aber ohne diesen Blick zu infantilisieren. In motivisch miteinander verflochtenen Erzählungen, die sich keiner geschichtlichen Chronologie und keinem chronologischen Erzählen verpflichtet fühlen, wird das Ende einer Kindheit und ein vom Krieg zerstörtes Beziehungsgefüge thematisiert. Für die Rezensentin ist Jergovics Art des rhapsodischen Erzählens hochmodern und grotesk und spannend zugleich.
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