Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Als Zeitzeugin des Hitlerregimes erzählt Gudrun Pausewang von Momenten aus ihrem eigenen Leben, von Schicksalen, die ihr erzählt wurden. Es sind sehr persönliche, sehr ehrliche Beobachtungen, die sich unauslöschlich eingeprägt haben und mit denen sie sich bis heute intensiv auseinandersetzt. So erinnert sie sich z. B. an einen Tag, als eine jüdische Familie aus ihrer Wohnung geholt wurde und noch am gleichen Tag eine "arische" Familie dort einzog und sich sofort wie zu Hause fühlte. Oder sie erzählt von dem 15-jährigen Jungen, der so lange von seinem Onkel angestachelt wird, bis er einen russischen Kriegsgefangenen erschießt.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 25.05.2005
Die Rezensentin Angelika Overath gefällt, wie sich die 1928 geborene Autorin Gudrun Pausewang ihrem Thema nähert; nämlich " fragend und staunend" - ohne dabei aus den Augen verlieren, worum es ihr in ihren akkurat skizzierten "Genrebilder" geht. Sie beschreibt für die Nachgeborenen mit großer Präzision, wie die Rezensentin betont, die Prozesse, wie die systematische Ausgrenzung von Menschen funktioniert, "die zuvor gar nicht als besondere Bevölkerungsgruppe wahrgenommen wurden".
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.08.2004
In dem Buch erkennt Roswitha Budeus-Budde ein "Bekenntnis" der Autorin Gudrun Pausewang. In zwanzig kurzen Erzählungen erinnert sich die Autorin an ihre Jugend unter der Hitler-Diktatur. Auffallend für die Rezensentin ist die durchgehende "Perspektive des kindlichen Blicks", die aber nicht verharmlose und einen "Freibrief" für die Lossprechung jeglicher persönlicher Schuld darstelle. Der persönliche Bezug, der mit historischen Fakten verbunden wird, gefällt Roswitha Budeus-Budde. Es mache die Geschichten "besonders authentisch", wie zum Beispiel das Erlebnis der Autorin im Biounterricht: "Typische ostische Rasse. Setzen!". Die Geschichten gewinnen durch die kurze Erzählform an Eindringlichkeit, fügt die Rezensentin hinzu. Doch neben der Erzählung der Vergangenheit ist die "Auseinandersetzung mit Schuld und Sühne" zentral: In einer Geschichte frisiere eine Großmutter die Familiengeschichte für die Enkelin. So fasst die Rezensentin gerne zusammen: "Ein beeindruckendes Zeitzeugnis".
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