Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gabor Steingart

Deutschland - Der Abstieg eines Superstars

Cover: Deutschland - Der Abstieg eines Superstars

Piper Verlag, München 2004
ISBN-10 3492046150
ISBN-13 9783492046152
Kartoniert, 303 Seiten, 13,00 EUR

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Klappentext

Nachdem der Sozialismus auf deutschem Boden gescheitert ist, ist nun auch das System der Sozialen Marktwirtschaft am Ende: Das "Modell Deutschland" verschwindet im Nebel der Geschichte - unwiderruflich. Auferstanden aus den Ruinen der Hitler-Jahre, weltweit beneidet, oft kopiert, hat es seit längerem schon aufgehört zu funktionieren. Das einstige Erfolgssystem hat sich selbst übersteuert. Gabor Steingart zieht eine pointierte und überraschende Schlussbilanz. Er analysiert Aufstieg und Absturz des Wohlfahrtsstaates, erzählt von Irrtümern, Mißverständnissen und den Bequemlichkeiten der politischen Elite. Alles zwingt uns zum Neustart. Vieles wird sich ändern in den kommenden Jahren: unsere Art zu arbeiten, zu leben, Politik zu machen. Die Summe der Neuerungen kommt einer zweiten Staatsgründung gleich. Das neue Deutschland - in diesem provozierenden Buch wird es sichtbar.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.06.2004

Gabor Steingart belasse es nicht dabei, den Gründen für den Abstieg des ehemaligen Wirtschaftswunderlandes Deutschland auf den Grund zu gehen, so der "ra" zeichnende Rezensent, sondern er entwickle konkrete Vorschläge dafür, wie diese Entwicklung zu stoppen sein könnte. Der Autor fordere "eine Art zweite Staatsgründung", die auf drei grundlegenden Veränderungen basiere: einer Föderalismusreform mit Einführung des Mehrheitswahlrechts, der Trennung von Arbeitsmarkt und Sozialstaat sowie eine neue Finanzierung von Gesundheits-, Pflege- und Altersvorsorge. Dem Rezensenten scheint die Argumentation Steingarts schlüssig, und sein einziges Bedauern gilt der Tatsache, dass mit der Umsetzung nicht längst begonnen worden sei.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 29.04.2004

So klar hat noch niemand gesagt, was Deutschland in den Ruin treiben wird, stellt Warnfried Dettling fest. "Gut geschrieben" werfe das neue Buch von Gabor Steingart die zentralen Fragen der Zeit auf: Was schief gelaufen ist in der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Bundesrepublik, und was man tun könnte, um die "Chronologie des Niedergangs" zu unterbrechen. Das Buch ist damit mehr als ein "gelungenes Beispiel des anschwellenden Mainstreams" politischer Literatur, betont der Rezensent. Es sei wie ein "Gewittervogel", der den Wetterwechsel ankündigt. Steingarts "scharfsichtige" Analyse in "neuer Tonart" sei ein wichtiges Dokument für gegenwärtige Entwicklungen. Aber, hier kommt Dettlings Einwand, das Buch bahnt auch einen Weg "hin zu einem Primat der Ökonomie, der keinerlei Rücksichten mehr nimmt auf kulturelle und gesellschaftliche Zusammenhänge". Vertrauen in die Zukunft schaffe es so leider nicht.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren