Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Querulant oder Querdenker? Bei allem Widerspruch zum Wohlfahrtsstaat bietet Oswald Metzger logische, aber nicht ganz schmerzfreie Lösungswege aus der Misere an: Eine sinnvolle Umverteilung der Gelder, die Neustrukturierung von Kündigungsschutz, Arbeitslosen- und Sozialhilfe, die Abschaffung der verbeamteten Altersversorgung, mehr private Einsatzbereitschaft bei gleichzeitigen Steuererleichterungen und vieles mehr. Dahinter steht ein großer Wunsch: ein gerechteres, demokratischeres Miteinander wider den deutschen Staatsbankrott.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 29.05.2004
"Anregend" findet Rezensent Louis Gerber dieses Buch von Oswald Metzger, in dem sich der grüne Politiker mit den finanziellen Schwierigkeiten der Bundesrepublik Deutschland befaßt. Metzger sehe Deutschland schon heute in der Schuldenfalle, berichtet Gerber. Er zeige anhand der Zinseszinsrechnung, dass schon bald der Kollaps drohe, wenn weitergewurstelt werde wie bisher. Radikale Änderungen seien daher nötig. Der Rezensent lobt den Autor dafür, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt, sondern "Klartext" schreibt, z.B. wenn es um Renten und Pensionen, Krankenversicherung, Steuerpolitik, Arbeitsmarkt und "der Mär von den billigen Beamten" geht. Die Arbeitslosenhilfe in ihrer heutigen Form etwa müsse nach Ansicht Metzgers "ersatzlos gestrichen" werden.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.06.2003
Peter Felixberger bewundert zunächst einmal den Zeitpunkt, zu dem der Autor - Grünenpolitiker und ehemaliger Haushaltsexperte - seine Vorschläge zur Reformierung des Sozialstaats, des Arbeitsmarktes und der Schuldenpolitik in Deutschland veröffentlicht. "Neue Ideen" werden zur Zeit mit großem Interesse aufgenommen und so werde das Buch mit Sicherheit "gern gelesen", so der Rezensent optimistisch. Ihm gefällt die klare Sprache des Autors, und er scheint es auch ganz erfrischend zu finden, dass selbst die eigenen Parteigenossen im Rückblick auf Metzgers Abgeordnetenzeit "nicht ungeschoren" davon kommen. Felixberger betont, dass die Forderungen, die der Autor mit "analytischer Schärfe" und "großer Detailkenntnis" formuliert, über das "derzeit Konsensfähige" sicherlich hinausgehen und mit grüner Politik nicht viel zu tun haben, aber das scheint ihn nicht zu stören. Nur Metzgers Bestimmung des eigenen Standpunkts als "ökolibertär" findet er allzu "schwammig" und gehört seiner Meinung nach schon wieder in ein anderes Buch. Schade, so der Rezensent abschließend, dass Metzger seiner "klaren Sprache" hier nicht treu geblieben ist.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 20.05.2003
Mit seinem Buch "Einspruch! Wider den organisierten Staatsbankrott" will Oswald Metzger nach Ansicht von Rezensentin Ulrike Herrmann vor allem eines: endlich wieder mal bei "Christiansen" eingeladen werden. Die Chancen dazu stehen nach Herrmanns Prognose nicht schlecht, denn Metzgers Buch zeichnet sich ihrer Ansicht nach vor allem durch seine Schlichtheit und Polemik aus. Indes: In Metzgers schwarzweißmalender Polemik sieht Herrmann nicht nur medienwirksames Kalkül, sie spiegele auch Metzgers Denken, "das Komplexitäten und Widersprüche letztlich nicht aushält." In inhaltlich Hinsicht hält sie Metzger Werk nämlich für wenig überzeugend, was sie an am Beispiel von Metzgers monokausaler Erklärung der Arbeitslosigkeit, Arbeit sei einfach zu teuer, demonstriert.
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