Jan Seghers

Ein allzu schönes Mädchen

Roman
Cover: Ein allzu schönes Mädchen
Wunderlich Verlag, Reinbek 2004
ISBN 9783805207799
Gebunden, 464 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Im Frankfurter Stadtwald werden die grauenhaft zugerichteten Leichen zweier junger Männer gefunden. Hauptkommissar Robert Marthaler wird mit der Aufklärung dieses schwierigen Falls betraut. Die grausamen Morde machen dem bedächtigen Mann zu schaffen, denn alle Spuren weisen auf eine Frau als Täterin hin. Und dann gerät auch Marthalers Privatleben aus den Fugen, denn seine neue Mitbewohnerin stellt eine ernsthafte Versuchung für den eigenwilligen Junggesellen dar.

Im Perlentaucher: Rezension Perlentaucher

Einen Kriminalroman nach Mankellschem Vorbild wollte Matthias Altenburg schreiben, nicht mehr, nicht weniger. Das ist ihm, keine Frage, gelungen. Natürlich kann man seine Ziele höher stecken, aber dem Leser, der das sucht, was er bei Mankell findet, sei dieser Krimi-Erstling empfohlen...
Lesen Sie mehr von Ekkehard Knörer in 'Mord und Ratschlag'

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 25.03.2004

Matthias Altenburg hat das Fach und den Namen gewechselt, verkündet Ulrich Greiner, als Jan Seghers sei Altenburg von der E- zur U-Kultur gewechselt, vom Roman zum Krimi. Letzteres eine Unterscheidung, die nichts zu sagen habe, die Greiner dennoch vornimmt. Doch es ist ein gelungener Wechsel! Greiner vergleicht das neue Werk mit einer Linsensuppe, die etwas deftig, aber sehr schmackhaft geraten sei. Handwerklich ist der Krimi auch in Ordnung, versichert er und preist die Figur des Kommissars Marthaler als melancholischen Wahrheitssucher, der, wie die meisten Kommissare, gerne isst. Ihm gegenüber steht das titelgebende "allzu schöne Mädchen", das zur Mörderin geworden ist, aus Motiven, die dem Leser bis zum Ende verschlossen bleiben, wie Greiner verrät, was die Geschichte ausgesprochen spannend machen soll. In diesem Punkt bleibt Altenburg seinen alten Themen treu und liefert ein getreues Soziogramm auf die Frankfurter Gegenwartsgesellschaft mit ihrer Mischung aus Spießertum und Weltläufigkeit, politischem Gezänk und sozialer Verkommenheit, schreibt Greiner. Im übrigen sollte Frankfurt, wünscht sich Greiner, dem Autor für diese und andere Liebeserklärungen schnellstens einen Literaturpreis verleihen.

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