Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Joseph Conrad

Ein Lächeln des Glücks

Hafengeschichte

Cover: Ein Lächeln des Glücks

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003
ISBN-10 3518223682
ISBN-13 9783518223680
Gebunden, 124 Seiten, 11,80 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen übersetzt von Ernst Wagner. Mit einem Nachwort von Brigitte Kronauer. Auf einer exotischen Insel lebt die achtzehnjährige Alice, Ergebnis einer Affäre ihres Vaters Jacobus mit einer Zirkusreiterin. Die Stadt straft den Händler, indem sie sein Kind ächtet, es kann nicht aus dem Haus. Ein Kapitän, dessen Schiff im Hafen festliegt, wird in das Haus eingeladen, er fühlt sich angezogen ?

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.05.2004

Ausnehmend angetan zeigt sich Renate Wiggershaus von Joseph Conrads Erzählung um einen jungen, ehrgeizigen Kapitän, der nach entbehrungsreicher Schifffahrt auf einer Tropeninsel anlegt, wo ihm ein durchtriebener Kaufmann mit seiner Tochter verkuppeln möchte, um ihn erpressbar zu machen. Faszinierend findet sie, dass Conrads Text von Anfang an "in allen Schichten janusköpfig" ist, wie sie Brigitte Kronauer aus ihrem "pointiert interpretierenden Nachwort" zitiert. Ausführlich erzählt Wiggershaus die Geschichte nach, wobei sie auf zahlreiche Analogien zwischen autobiografischen Fakten und fiktiver Ich-Erzählung aufmerksam macht. Sie erscheinen ihr wie "Staffagen für das eigentliche Thema des Romans": eine "Phänomenologie des Ambivalenten, Uneindeutigen, die auch den Leser eines festen Bodens beraubt", ihm die "destruktive Erkenntnis seines höchst unzuverlässigen Selbst" vermittle (Kronauer).

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren