Aus dem Italienischen von Monika Lustig. Der Roman schildert das tragische Schicksal der sizilianischen Dienstmagd Mennulara. Es war eine große, geheime Liebe, die sie mit ihrem Herrn, Don Orazio, verband und sie auf eine eigene Familie verzichten ließ. Trotz dieser innigen Liebesbeziehung konnte die soziale Kluft zwischen der Dienerin und ihrem Herrn nie überwunden werden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.12.2003
Ein "gesellschaftskritisches Panorama" habe Simonetta Agnello Hornby in diesem Roman entworfen, berichtet Maria Frise. Dass es die Rezensentin nicht überzeugen konnte, rechnet sie zwar "zum großen Teil" der "schlampigen deutschen Übersetzung" an. Schrecklich "unbeholfen", findet Frise, stolpere die Übersetzerin beinahe "von Seite zu Seite". Aber auch davon abgesehen ist Hornby nach Ansicht der Rezensentin am Ende doch nur eine "lauwarme Familiensaga" gelungen. Es geht, berichtet Frise, um die Geschichte der "ungewöhnlich starken" Mennulara, einer aufopferungsvollen Dienstmagd, die in einer verkommenen und gefallenen adeligen Familie "aufsteigt", von der Arbeiterin zum Kindermädchen und zur Geliebten des Hausherrn, schließlich zur Verwalterin des noch verbliebenen Vermögens - und die gleichzeitig, die Interessen ihrer Herrschaft mit unerbittlicher Härte vertretend, unter den Bewohnern ihres sizilianischen Städtchens immer unbeliebter wird.
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