Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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Klappentext
Ihre ersten Lebensjahre verbringt Seyran Ates in der Geborgenheit einer türkischen Großfamilie in Istanbul. Eines Tages verschwindet ihre Mutter, einige Monate später auch der Vater. Die Eltern sind als "Gastarbeiter" nach Deutschland gegangen, doch das erfährt Seyran erst viel später, als sie endlich nachkommen darf. Das Leben im fremden Land ist nicht einfach: Die siebenköpfige Familie wohnt in einer Einzimmerwohnung im Berliner Wedding. Dort herrschen die traditionellen Regeln, nach denen türkische Mädchen aufwachsen: Sie muss den Vater und die Brüder bedienen, darf das Haus nur für die Schulstunden verlassen und wird auf die Heirat mit einem türkischen Mann vorbereitet. In der Schule erringt Seyran die Anerkennung, die ihr zu Hause fehlt, entfernt sich dabei jedoch immer mehr vom strengen Elternhaus. Mit der Zeit glaubt sie "zwei Gesichter" zu haben, ein türkisches und ein deutsches. Mit 17 hält sie die Spannungen nicht mehr aus und läuft von zu Hause weg. Für die Familie ein Skandal, für Seyran ein erster Schritt in die Freiheit, ihre Zukunft selbst zu gestalten.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.05.2003
Elke Nicolini zeigt sich von diesem Buch, in dem die deutsch-türkische Juristin über ihr Leben in Berlin erzählt, sehr angetan. Dabei bemerkt sie etwas überrascht, dass auch Menschen, die sich selbst als anderen Kulturen gegenüber aufgeschlossen erleben, bei diesem Buch "ins Grübeln" kommen dürften. Die Rezensentin betont zwei wichtige Aspekte des Buches, nämlich einmal die "Verwurzelung der ersten türkischen Immigrantengeneration" in der Kultur ihrer Eltern und die Sensibilisierung der Leser in ihrem "Umgang mit Türken und Kurden". Nicolini bemerkt dankbar, dass es die Autorin bei einigen Themen, wie dem Tragen von Kopftüchern, nicht bei "gut gemeinter Multikulti-Akzeptanz" belasse, sondern hier klare Positionen bezieht. Erstaunt hat die Rezensentin bei der Lektüre, dass Ates trotz der Gewalt, die sie in ihrer Jugend zu Hause erfahren hat, die Bindung zu ihrer Familie nie verloren hat.
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Seefahrergeschichten
08.02.2012: Die SZ feiert Michael Ondaatjes Geschichte seiner Schiffspassage von Sri Lanka nach England "Katzentisch". Auch Petur Gunnarssons Kindheitserinnerungen "Punkt Punkt Kommas Strich" kann sie sehr empfehlen. Als großes Vermächtnis würdigt die NZZ die "Römische Sozialgeschichte" des ungarischen Althistorikers Geza Alföldy. Sehr beeindruckt ist sie auch von Norbert Hummelts neuem Gedichtband "Pans Stunde". Mehr lesen
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Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen
Hanna Krall: Rosa Straußenfedern
30.01.2012: Briefe, Fragmente, Zettel und Erzählungen erzählen vom Leben der polnischen Autorin Hanna Krall, ihrer Freunde und Zeitgenossen. Der Zweite Weltkrieg, die Volksrepublik Polen, Solidarnosc, vergegenwärtigen sich in ihrer Biografie. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Rosa Straußenfedern". Mehr lesen








