In Josef Mühlbergers Romanen, Erzählungen, Gedichten und Dramen stehen Landschaft und Geschichte seiner böhmisch-mährischen Heimat im Mittelpunkt. So auch in der Erzählung Die Knaben und der Fluss, die erstmals 1934 im Insel Verlag erschien.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.04.2003
Andreas Nentwich bespricht eine Erzählung von Josef Mühlberger, der am 3. April 2003 hundert Jahre alt geworden wäre. Die "prätendierte Überzeitlichkeit", mit der der 1985 verstorbene Autor sein dem "Humanitätsideal verpflichtetes" Werk ausgestattet hat, ist heute nicht mehr sehr aktuell, räumt der Rezensent ein. Dennoch, meint Nentwich, ist der "Ton" der Erzählung, die den letzten Kindheitssommer zweier Freunde und den Freitod des einen Protagonisten als Freundesopfer für das Liebesglück des anderen beschreibt, durchaus bemerkenswert. Der Rezensent ist beeindruckt von den eindringlichen Schilderungen der ländlichen Natur. Er preist die Erzählung als "kleines Wunder an Klangfarben und Sprachmusik". Auch wenn ihm die Überhöhung der Freundschaft als Verkörperung der Unsterblichkeit heute etwas "fern gerückt" ist, so gefällt ihm doch die intensive Darstellung der Pubertät.
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