Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Arnold Stadler (Hrsg.)

Die Menschen lügen. Alle

und andere Psalmen

Cover: Die Menschen lügen. Alle

Insel Verlag, Frankfurt am Main 1999
ISBN-10 3458169644
ISBN-13 9783458169642
Taschenbuch, 116 Seiten, 18,41 EUR

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Klappentext

Die Psalmen sind "moderne" Gedichte, ihre Poetik ist der Dynamik des Lebens abgelauscht. Die bekannteste deutsche Übersetzung, die Luthers, ist wegen ihrer sprachlichen Schönheit normativ geworden; sämtliche Verbesserungen, die sich aus der Textkritik ergaben, sind in die "Einheitsübersetzung" von 1980 eingeflossen. Arnold Stadler hat nun die Hymnen und Lieder des "Psalters" in die Sprache der Gegenwart gebracht und sie als Gedichte wiedergegeben.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.08.2005

Stefana Sabin freut sich, dass die Neuübersetzung einer Auswahl von Psalmen von Arnold Stadler nun auch in der Taschenbuchausgabe zu haben ist. Stadler, Schriftsteller und promovierter katholischer Theologe, geht es in seiner Übertragung aus dem Hebräischen weniger um die "theologischen Implikationen" als um die Sinnlichkeit und Poesie der Verse, betont die Rezensentin zustimmend. Er bemüht sich neben Genauigkeit deshalb vor allem um die "suggestive" Wirkung der Psalmen und hat ihnen "neue Frische eingehaucht", lobt Sabin. Damit, so die begeisterte Rezensentin, habe Stadler die Psalmen in ihrer ganzen "Lebhaftigkeit" und mit ihren "Stimmungsumschwüngen" in "moderne Lyrik" überführt.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999

Arnold Stadler, Büchner-Preisträger des Jahres 99, hat vor seinem Leben als Schriftsteller katholische Theologie und Germanistik studiert. Jakob Hesse verzeichnet ihn in seiner Rezension als einen jener deutschen Autoren, die Bibeltexte - hier die Psalmen - nicht einfach nur ins Deutsche bringen wollen, sondern dabei "dem Volk aufs Maul schauen", also versuchen, die religiöse Botschaft in ein Umgangsdeutsch zu übertragen. Stadler, so der Rezensent, verkürzt dabei, bringt nur eine Auswahl. Im Psalm 137 ("An den Wassern zu Babel") fehlt etwa der Vers, der den Kindern Babels den Tod wünscht. Eine Übertragung im Sinne christlicher Barmherzigkeit, und nicht althebräischer Rachetheologe sei das also, meint Hesse. Stadler harmonisiere nicht, sondern humanisiere.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren