Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Tivadar Soros

Maskerade

Die Memoiren eines Überlebenskünstlers

Cover: Maskerade

Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), Stuttgart - München 2003
ISBN-10 3421054967
ISBN-13 9783421054968
Gebunden, 317 Seiten, 24,90 EUR

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Klappentext

Mit einem Vorwort von Paul und George Soros und einem Nachwort von Humphrey Tonkin. Aus dem Englischen von Holger Fliessbach. Die fesselnden Erinnerungen des jüdischen Anwalts Tivadar Soros an die Zeit der deutschen Besetzung Ungarns vom März 1944 bis zum Januar 1945.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.02.2004

Ulrich M. Schmid meint, dass es sehr selten und besonders "aufschlussreich" ist, wenn ein Vater aus dem Schatten seines berühmten Sohnes heraustritt, wie im Fall des ungarischen Rechtsanwalts Tivadar Soros, dessen Memoiren 1965 auf Esperanto erschienen und jetzt auf Deutsch vorliegen. Der Sohn, George Soros ist als Geschäftsmann in Amerika im Immobilien- und Finanzbereich zu ungeheurem Reichtum gelangt und hat im weiteren Verlauf diesen Reichtum genutzt, um zahlreiche wissenschaftliche und kulturelle Projekte in Osteuropa zu finanzieren, teilt der Rezensent mit. Woher das Bedürfnis rührt, seinen Reichtum für gemeinnützige Zwecke zu nutzen, lassen diese Lebenserinnerungen des Vaters erahnen, lobt Schmid, der die "außergewöhnliche Statur" und das "mutige und selbstlose Verhalten" des Autors hervorhebt, der nur unter falschen Identitäten und in wechselnden Verstecken die Nazibesetzung in Ungarn überlebte.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 14.03.2003

"Sehr lesenswert" findet Rezensent Arpad von Klimo die Erinnerungen Tivadar Soros' an sein gefährliches Leben als Jude im besetzten Budapest. Der Vater des Finanzmanagers George Soros schildere in seinem erstmals 1965 in den USA erschienen Werk eindrucksvoll, wie eine Reihe von instinktiv richtigen Entscheidungen und die bewusste Umkehrung der Logik des Holocausts durch perfekte "Maskerade" ihn und seine Familie vor dem Tod bewahrten, fasst Klimo zusammen und sieht diese Perspektive durch ein Vorwort von Soros' Söhnen George und Paul und ein ausführliches Nachwort des Übersetzers Humphrey Tonkin abgerundet. Weniger glücklich ist Klimo allerdings mit der äußeren Form des Textes. Soros schrieb sein Buch in Esperanto, doch der deutschen Version liegt die englische Übersetzung zugrunde, erklärt der Rezensent. Dadurch sei es zu einigen sprachlichen Ungenauigkeiten und Stilblüten gekommen, die für den Rezensenten den Wert des Buches in seiner Gesamtheit allerdings nicht schmälern.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren