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Klappentext
Mit zahlreichen Abbildungen. Hans Küngs großer Lebensbericht: Seine Kindheit und Jugend in der Schweiz, seine Eliteausbildung am päpstlichen "Collegium Germanicum", seinen Weg zum jungen Theologen des Konzils. Küng schildert seinen unerbittlichen Kampf um die Freiheit des Denkens ebenso wie seine Begegnungen mit Päpsten, Präsidenten und Menschen in allen Erdteilen.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.11.2002
Eines der großen Themen in Hans Küngs Erinnerungen ist für Günther Schiwy dessen Auseinandersetzung mit seinem Kontrahenten Joseph Ratzinger. Hatte dieser seinen 75. Geburtstag im Vatikan gefeiert, feiert Küng seinen Geburtstag im freisinnigen Tübingen, notiert Schiwy. Davor erfährt der Leser, dass der Schweizer Theologe "seinen Freiheitsdrang", so der Rezensent, "mit der Muttermilch eingesogen hat", wie einst Wilhelm Tell. Schon im Gymnasium sei der Widerstandsgeist des jungen Küng angesichts der nationalsozialistischen Bedrohung geweckt worden und habe ihn nie mehr verlassen. Nach seinem Studium am Collegium Germanicum in Rom, entschied sich Küng gegen eine Professur innerhalb des kirchenamtlichen Glaubenssystems und promovierte am Institut Catholique in Paris, berichtet Schiwy. Seine Promotion brachte ihm laut Rezensent nicht nur eine Berufung in Tübingen ein, "sondern bereits ein Dossier bei der römischen Inquisition". 1967 wird Küngs Buch "Die Kirche" verboten. Für Schiwy ist der erste Band von Küngs Erinnerungen eine auch für den Laien spannende Konzilgeschichte aus der Sicht eines Augenzeugen. Allerdings ist ihm das Buch ein wenig zu selbstsicher ausgefallen: "Von Küngs eigenen Zweifeln am Glauben selbst ist wenig zu spüren."
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.10.2002
Der Schweizer Theologe Hans Küng, der einst eine "brillante Karriere" in Rom gestartet, sich aber später mit der katholischen Kirche überworfen hatte, hat ein "detailliertes" und "lebhaft durchformuliertes Erinnerungsbuch" über die ersten vierzig Jahre seines Lebens vorgelegt, in dem er mit "Gefühlen der Anhänglichkeit" und nicht ohne Stolz von seinen Jahren in Rom erzählt, berichtet Hanno Helbling. Doch liege hier durchaus auch, kritisiert der Rezensent, eine gewisse Neigung zur "Polarisierung" in der Luft. "Handliche Formeln" wie Beschreibungen des Ottaviani als "Großinquisitor" oder Pauls VI. als "ewig unentschieden" machten deutlich, dass Küng bei allem Respekt vor seiner Zivilcourage gegenüber der Kirche viel zur "Schwarzweißmalerei" beigetragen habe. Und so erscheint Helbling dieser erste Teil der Erinnerungen des Theologen wie ein "Rechenschaftsbericht" und dessen medialer Erfolg etwas "aufgebläht".
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.10.2002
Vorsicht, dieser Band enthält 600 Seiten, die hier und da ein "Gefühl des Uferlosen" erzeugen, warnt Matthias Drobinski. Zum "Platzfresser im Bücherregal" wird sich aber wohl bald noch ein zweiter Band hinzugesellen, denn der Tübinger Theologe Hans Küng hat seine Autobiografie im ersten Band gerade mal bei seinem 40. Lebensjahr enden lassen. Trotz der Gewichtigkeit des Werks und "farbarmer" Berichte über Vortragsreisen findet der Rezensent die Autobiografie überwiegend "spannend". Denn ohne Zweifel, denkt Drobinski, kann Küng auf ein interessantes und kontroverses Leben zurückblicken, brachten ihm doch seine revolutionären Ideen über eine umfassende Kirchenreform 1979 ein Lehrverbot ein. Das allerdings, so Drobinski, hat sich für Papst Johannes Paul II. gerächt und für Küng ausgezahlt. Denn schließlich stehe der heute besser da als der Papst. Die Erinnerungen des Theologen jedenfalls geben detaillierten Aufschluss über den Lebensweg Küngs und dessen intellektuelle Entwicklung. Es ist schon beeindruckend, staunt der Rezensent, wie konsequent der Theologe "einen geraden Weg" gegangen ist.
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