Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Zygmunt Bauman

Vom Nutzen der Soziologie

Cover: Vom Nutzen der Soziologie

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1999
ISBN-10 3518119842
ISBN-13 9783518119846
Kartoniert, 329 Seiten, 12,68 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Christian Rochow. In Deutschland gilt es gegenwärtig als chic, die Soziologie für unfruchtbar und überholt zu halten. Gegen die Argumente von Verächtern soziologischer Analysen zeigt dieses Buch, daß der einzelne tägliche in seinen Handlungen und Überlegungen soziologische Kategorien verwendet. Was es bedeutet, soziologisch zu denken, erklärt der Autor, indem er von den alltäglichen Erfahrungen ausgeht.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.07.2001

Hanno Zickgraf stellt zwei Bände des Soziologen Zygmunt Bauman vor ("Die Krise der Politik", erschienen in der Hamburger Edition, und "Vom Nutzen der Soziologie", erschienen bei Suhrkamp) und bleibt dabei recht allgemein. Zickgraf sieht die beiden Bücher gleichermaßen als Suche des Autors nach Wegen, "wie den privaten Nöten der Menschen im global enthemmten Kapitalismus ein Name zu geben sei, der in einem wirklich öffentlichen Raum auch verstehbar wäre." Dass der Autor auf seiner Suche allen Ernstes noch von "menschlicher Freiheit" sprechen mag, rechnet der Rezensent ihm hoch an, "selbst wenn vieles, was er sagt, bekannt klingt" und man geneigt ist, sein Ansinnen als frommen Wunsch abzutun. Zickgraf aber erschiene das zu billig. Wenn dem vorgebrachten Universalismus auch eine verbindliche Theorie fehlt, so erklärt er, der Autor schlägt uns immerhin "eine Bresche für die Utopie einer anderen Gesellschaft."

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 01.04.2000

Bauman hat "viele Argumente", schreibt "upj" in einer Kurzkritik, uns vom "Nutzen der Soziologie" zu überzeugen. Die Soziologie leiste eben mehr, als Einblick in die Erfahrungswelt des Menschen zu gewähren, sie verknüpfe sein Handeln, das im Alltag vom "gesunden Menschenverstand" regiert wird, zu einem gesellschaftlichen Modell. "upj" meint, Bauman zeige uns in zwölf kurzen Kapiteln genau den Punkt, wo der gesunde Menschenverstand "in die Soziologie einmündet".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren