Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Woody Guthrie

Dies Land ist mein Land

Autobiografie - Sonderausgabe mit eingelegter CD

Edition Nautilus, Hamburg 2001
ISBN-10 3894013648
ISBN-13 9783894013646
Gebunden, 448 Seiten, 30,58 EUR

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Klappentext

Deutsch von Hans-Michael Bock. Mit einem Vorwort von Billy Bragg und einem Nachwort von Michael Kleff. Mit beigelegter CD: "Billy Bragg singt Woody Guthrie." Als 18jähriger begann Woody Guthrie das Leben eines Hobos. Wie Tausende Amerikaner durchreiste er im Güterwagen den Kontinent, sang seine Lieder in Kneipen, auf Straßen und in den Camps der Wanderarbeiter. Seine Erlebnisse als Gelegenheitsarbeiter und Straßensänger lieferten den Stoff für seine Lieder...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.10.2001

Dafür dass Woody Guthrie nicht nur Musik gemacht, sondern bereits mit 31 "eine literarisch durchaus bedeutende Autobiographie" vorgelegt hat, wie Frank Schäfer uns aufklärt, liegt der Beweis 25 Jahre nach der deutschen Erstausgabe "in der alten, lange vergriffenen Übersetzung von Hans-Michael Bock" nun wieder vor. Schon, eine Überarbeitung der alten Version, findet Bock, hätte dem Text gut getan, allerdings erzielt das Buch mit seinem "Freiheits-Pathos und dem auf Spontaneität und Unmittelbarkeit setzenden umgangssprachlichen Stil," der dem Rezensenten wie eine Mischung aus Kerouac und Steinbeck vorkommt, auch so noch immer seine Wirkung: "Ganz subjektiv und unprätentiös, scheinbar kunstlos lässt Guthrie seine Biographie Revue passieren," staunt Bock, "aber was dabei entsteht, ist nicht weniger als ein Sittenbild der Unterschichten in den zwanziger und dreißiger Jahren." Gekrönt überdies durch den "Blick für die kleine, zumeist herbe Poesie des Alltags."

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 12.04.2001

Woody Guthries bekanntester Song, "This Land is My Land", ist so etwas wie eine inoffizielle Nationalhymne der USA geworden und genoss lange Zeit größere Bekanntheit als sein Komponist, berichtet Klaus Modick. Und das findet der Rezensent mehr als unangemessen, denn schließlich gilt Guthrie, der die Folkballade als Medium des kritischen Kommentars und Protests ins Leben rief, als einflussreicher Wegbereiter für Bob Dylan und andere Musiker-Größen. Als 19-Jähriger begann Guthrie (1919-1967) ein Wanderleben, das ihn über Arbeiten als Zeitungsjunge, Schildermaler, Farmarbeiter und Straßensänger schließlich in den Journalismus und zur Musikerlaufbahn führte, infomiert der Rezensent. Seine 1943 erschienene Autobiografie "Bound For Glory", eine mit fiktiven Momenten durchsetzte balladeske Erzählung über Kindheit, Jugend und seine Jahre als Eisenbahntramp, wurde denn auch das erste On-the-road-Buch und Wegbereiter der Beat-Generation, schreibt Modick. Nun liegt sie wieder im Deutschen vor. Zwar in der Übersetzung der deutschen Erstausgabe von 1977, was dem Rezensenten nicht allzu gut gefällt, aber immerhin sei das Buch so endlich wieder greifbar. Denn Modick findet es atmosphärisch dicht und unprätentiös lakonisch.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren