Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Wolfgang Amsoneit, Walter Ollenik

Zeitmaschine Architektur

Eine Einführung in die Architekturtheorie

Cover: Zeitmaschine Architektur

Klartext Verlag, Essen 2008
ISBN-10 3898615324
ISBN-13 9783898615327
Gebunden, 416 Seiten, 34,90 EUR

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Klappentext

Mit zahlreichen zum Teil farbigen Bildtafeln. Schon im 20. Jahrhundert weisen die Erscheinungsbilder der Architektur keine stilistischen Regelmäßigkeiten mehr auf, die einer systematischen und konsensfähigen Kunstgeschichte folgen. Deshalb verlassen die Verfasser den Weg der chronologischen Aufzählung und erzählen stattdessen detektivisch eine Geschichte der Architekturbilder. Im Zentrum architekturtheoretischer Betrachtungen steht der Zeitbegriff. Schon seit der Renaissance versuchen Architekten über die Zeitdimension verlorene Architekturbilder wiederzubeleben. Auch heute fliehen Architekten in die Vergangenheit, oder - als Vertreter einer Avantgarde bzw. der sogenannten Szene - in eine vermeintliche Zukunft. Jedenfalls offenbart sich Architektur als geniales Medium, um in der Zeit zu wandern. Ein zentrales Thema des Buches ist die rätselhafte Kraft der Moderne, ihr dämonisches Spiegelbild im Denkmal und eine damit verknüpfte neue Theorie der Moderne.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.08.2008

Nachdrücklich legt Robert Kaltenbrunner dem geneigten Leser dieses Buch ans Herz, das seiner Ansicht nach weniger als typische Einführung in die Architekturtheorie gelten kann denn als engagierter Beitrag zu einer Debatte über Architekturästhetik, Städtebau und Denkmalpflege. Zentral ist den Autoren Wolfgang Amsoneit und Walter Ollenik die ambivalente Zeitbezogenheit der Architektur, die sich in der Avantgarde radikal dem Neuen zuwenden will, gleichermaßen aber vergangene "Architekturbilder wiederzubeleben" sucht, erklärt der Rezensent. Die Autoren attestieren der Architektur der Moderne einen Drang zur "Überzeitlichkeit", der in der praktischen Umsetzung dann allerdings nur einen "beschleunigten Zerfallsprozess der Gebäude" zur Folge hatte, wie sie konstatieren. Angesichts historischer Rekonstruktionen wie des Berliner Schlosses oder der Dresdner Frauenkirche werfen die Autoren die Frage auf, ob sich in diesen Projekten nicht auch ein kulturpessimistischer Reflex verbirgt, wie der Rezensent interessiert feststellt.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren