Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Von Bagdad nach Toledo

Das 'Buch der Ursachen' und seine Rezeption im Mittelalter. Lateinisch- deutscher Text, Kommentar und Wirkungsgeschichte des Liber de Causis

Cover: Von Bagdad nach Toledo

Dieterichsche Verlagsbuchhandlung, Mainz 2001
ISBN-10 387162053X
ISBN-13 9783871620539
Broschiert, 270 Seiten, 17,38 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Alexander Fidora und Andreas Niederberger. Mit einem Geleitwort von Matthias Lutz-Bachmann. Wie kaum ein anderer Text verkörpert der Liber de causis mit seiner Geschichte den grenz- und kulturüberschreitenden Charakter des philosophischen Denkens der Antike und des Mittelalters: Zum einen reichen die Wurzeln des im Bagdad des 9. Jahrhunderts verfassten Buches der Ursachen in die griechische Spätantike, zum anderen erstrecken sich seine Verästelungen bis tief ins lateinische Mittelalter, ja sogar bis zu Dante. Denn nach seiner Entdeckung und Übersetzung im Toledo der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts, dem damaligen Schnittpunkt der drei großen monotheistischen Kulturen, sehen die Leser in ihm ein theologisches Werk des Aristoteles, ob welcher Zuschreibung er alsbald Pflichtlektüre an der Pariser Universität wird. Nach den einflussreichen Kommentaren Alberts des Großen und Roger Bacons stößt erst Thomas von Aquin auf die wahre Quelle des Textes.
Erstmalig liegt hier eine deutsche Übersetzung des lateinischen Textes vor, der für diese Ausgabe von den Herausgebern durchgesehen und auf den aktuellen Stand der philologischen Forschung gebracht wurde. Die vielfältigen Hintergründe aus der griechischen Philosophie ebenso wie die islamisch-christlichen Motive zeigt ein ausführlicher, kapitelweiser Kommentar auf. Die Relevanz des Buches der Ursachen für die europäische Geistesgeschichte wird eigens durch eine Darstellung seiner Rezeption im lateinischen Mittelalter nachgezeichnet.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.11.2001

Matthias Grässlin ist dankbar für diese Übersetzung des "Buchs der Ursachen". Der Rezensent schildert in seiner Kurzbesprechung den Werdegang der Liber de Causis vom "blinden Passagier der mittelalterlichen Aristoteles-Rezeption" über die universitäre Pflichtlektüre 1255 in Paris bis zu Nachforschungen Thomas von Aquins(1272). Die im "Buch der Ursachen" enthaltenen "hochspekulativen Gedanken" über "Intelligenz und die Weltseele" seien hilfreich gewesen, um die "auseinander strebenden Inhalte von Metaphysik und Theologie" wieder zusammenzuführen, hat der Rezensent gelesen. Zur Veranschaulichung haben die Autoren ein "buntes, vierteiliges Kartenwerk" beigefügt, welches die "abenteuerlichen Wege" des Buches zwischen Bagdad und Toledo illustriert, was Grässlin ebenso gefällt wie die "geschmackvolle Gestaltung" der Verlagsreihe Excerpta Classica.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

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